Karnott:

Was macht meine Maschine an welchem Ort genau?

Maschinenauslastung im Blick: Datenlogger und Software erlauben exakte Zuordnung von Arbeitsstunden

Karnott: Was macht meine Maschine an welchem Ort genau?

Die Karnott Box ist mit einem Magnet an der Maschine, die zu tracken ist, befestigt.

Karnott ist ein Datenlogger, der am Gerät mit Magnet befestigt ist. Er ermöglicht ohne Zutun des Fahrers eine Aufzeichnung der Arbeitseinsätze des Geräts, seine Betriebsstunden, die bearbeitete Fläche, zurückgelegte Entfernungen auf der Straße und auf dem Feld werden automatisch aufgeschlüsselt und dem Kunden zugeordnet.

Karnott richtet sich an Maschinenvermieter, Lohnunternehmen, Gemeinschaften oder Betriebe, die einen genaueren Überblick über ihre Maschinenauslastung haben wollen.

Karnott setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Zum Ersten die Box, die sich mittels Magnet leicht an jeder Landmaschine anbringen lässt und völlig automatisch Betriebszustände erkennt. Dazu beinhaltet Karnott eine Batterie mit bis zu vier Monaten Laufzeit, diverse Sensoren, eine GPS- und eine GSM-Einheit. Die erfassten Daten werden von Karnott in regelmäßigen Abständen via GSM-Netz an eine zentrale Datenbank übermittelt. Beim Wechsel des getrackten Arbeitsgeräts muss lediglich der Gerätewechsel auf der Plattform bekanntgegeben werden. Dies kann auch rückwirkend erfolgen. Für Streuer und Ausbringfässer gibt es einen Fuhrenzähler, optional kann eine Geschwindigkeitsauswertung erfolgen. Per Export sind diese Daten in tabellarischer Form zur Weiterverarbeitung zur Verfügung zu stellen. Es besteht die Möglichkeit, die Daten mittels Schnittstelle in einem umfangreicheren System wie Ackerschlagkartei oder Rechnungssystem weiterzuverarbeiten.

Der zweite Teil des Karnott-Systems ist das Abo für die Datenverwaltung. Hier erhält man Zugang zu den Daten in der Datenbank und kann sein Karnott und die Auswertung konfigurieren. In den Ländern Belgien, Frankreich, Luxemburg und Österreich sind zum Beispiel die Invekos Feldstücksgrenzen öffentlich. Dort kann Karnott automatisch erkennen, ob das Gerät im Feld arbeitet oder nicht. Im Vorgang, im Nachgang oder ganz leicht per App während der Arbeit müssen die Flächen dann dem jeweiligen Betrieb zugeordnet werden.

Da aus datenschutzrechtlichen Gründen diese Funktion in Deutschland nicht besteht, empfiehlt der Importeur, die Flächen aus dem jeweiligen GIS-Portal herunterzuladen und per Shape Datei bei Karnott hochzuladen. Damit kann dann Karnott die Arbeitseinsätze einem Betrieb zuordnen. Der hinterlegten Invekos-Feldstücksgrenze ist jeder Arbeitsgang dann automatisch einem Schlag zuzuordnen. Der Schlag kann im Vorhinein oder Nachhinein einem Betrieb zugeordnet werden. Auch das Hochladen einer eigenen Shape-Datei ist möglich. Die Plattform ist Browser-basiert oder als App in der Hosentasche mit dabei.

In Österreich setzt die Firma Moty Karnott seit 2019 erfolgreich ein, um Prototypen, Leihmaschinen und Vorführer ihrer Kürbiskernerntemaschinen zu tracken und auszuwerten.

Kontakt:

LURA SmartAgrar GmbH

Luc Rauchs

A-2276 Reintal

luc @ lura-smartagrar.at

www.lura-smartagrar.at

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