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Mitglieder diskutieren die Herausforderungen

In fast allen europäischen Ländern stellt das derzeitige Zinsniveau gepaart mit hohen Lagerbeständen die Händler vor eine neue Situation – Geschäftserwartungen gehen zurück

Climmar: Mitglieder diskutieren die Herausforderungen

Die Delegationen der europäischen Mitgliedsorganisationen vor der historischen Ansicht von Danzig.

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Vertreter von 16 Mitgliedsorganisationen kamen im Oktober im polnischen Danzig zusammen, um den aktuellen Stand und wichtige Themen aus der Branche auf europäischer Ebene zu diskutieren. Am mittlerweile 68. Climmar-Kongress – der auch in diesem Jahr wieder eine Mischung aus Fachkongress und Jahreshauptversammlung bot – nahmen von deutscher Seite Vizepräsident Stefan Sprock, Hauptgeschäftsführer Dr. Michael Oelck und Geschäftsführer Ulrich Beckschulte teil; Präsident Ulf Kopplin hatte kurzfristig absagen müssen.

Kurze Berichte zu den besten Ideen aus allen Mitgliedsländern gehören zum Standardprogramm des Kongresses, ebenso der Bericht zum Arbeitsstand der verschiedenen Arbeitsgruppen. Gleich zu Beginn des Kongresses stellte der amtierende Climmar-Präsident Roberto Rinaldin heraus: „Die Mitglieder haben Schwierigkeiten mit der von den Herstellern auferlegten Bevorratung, die zu einem größeren Lagerbestand führt – insbesondere bei Traktoren und Erntemaschinen. Darüber hinaus hat dieser Trend eine doppelte Auswirkung, da das Betriebskapital erhöht werden muss und Kredite aufgrund steigender Zinssätze teurer werden.“ Nahezu überall, das bestätigten die Präsidenten aller Schwesterverbände, besteht das Problem übervoller Neumaschinenlager, dessen Finanzierung europaweit flächendeckend Probleme bereitet.

Markt- und Konjunkturberichte wurden vorgestellt

Besondere Beachtung finden auch immer die Berichte zum Händlerzufriedenheitsbarome- ter DSI Traktoren und der Markt- und Konjunkturbericht. Auch Basisdaten aus Vertrieb und Werkstatt, Gehaltsstrukturen sowie detaillierten Gewährleistungskonditionen der wichtigsten zehn Traktorenfabrikate liegen aus allen Ländern abrufbereit vor. Die Arbeitsgruppen – Branchenstatistik, Händlerzufriedenheitsindex, Händlerverträge, Bildung, Ausstellungen, Gartengeräte, Innovation und technische Themen – berichteten den Mitgliedern über den Fortschritt und die Ergebnisse ihrer Diskussionen. „Aktuell liegt der Climmar-Index noch gerade im Plus, die Erwartungen sind noch etwas schwächer“, so Sprock zur Entwicklung des neuen europäischen Branchen-Konjunkturindexes, an dem ausnahmslos alle Mitgliedsländer teilnehmen.

Zudem kam das Thema Händlerverträge zur Sprache. „Die Beziehung zwischen Lieferanten/Herstellern und Händlern war schon immer angespannt, was zu Schwierigkeiten führte. Vertrauen und Loyalität sind die Grundbestandteile einer stabilen und profitablen Beziehung, die den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist“, erklärte Rinaldin. Man strebe hier für die Zukunft eine Beziehung auf Augenhöhe an.

Der nächste Kongress findet vom 22. bis 25. Oktober 2024 in Hamburg statt. „Wir hoffen, bis dahin bereits einige Ziele unserer in Danzig erarbeiteten Agenda erreicht zu haben“, so Sprock.


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