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GPS Signale :

Farmer ohne „Connection“

Das Fachmagazin Farmers Weekly berichtet von Problemen mit dem John Deere Starfire GPS Satellitensystem in Großbritannien

Eine Reihe von Landwirten hat sich an die britische Agrarzeitschrift Farmers Weekly gewandt und von zunehmenden Problemen mit dem John Deere GPS Satellitenempfänger SF3000 berichtet. Robert Smith, Farm-Manager in der Nähe der südenglischen Universitätsstadt Oxford, erklärte, er habe im März seinen mit dem SF 3000 ausgestatteten JD 6190 nutzen wollen um auf einem Feld Dünger auszubringen, das System habe jedoch völlig versagt. Er arbeite seit sieben Jahren mit dem SF 3000, aber jetzt gehe plötzlich gar nichts mehr, sagte Smith gegenüber dem Farmers Weekly. An manchen Stellen habe er noch eine 100 Prozent Empfangsleistung, ansonsten aber fluktuiere die Genauigkeit innerhalb von einer halben Stunde zwischen null und 80 Prozent, weshalb die Autosteuerfunktion des Traktors nicht mehr nutzbar sei.

In einer Stellungnahme erklärte John Deere UK&IE, man habe Beschwerden über SF3000 aus verschiedenen Regionen in Großbritannien und aus den Niederlanden bekommen. Die Probleme seien auf die Einführung neuer 4G Mobiltelefonnetzwerke zurückzuführen. Die neue 4G Frequenz ähnele dem Starfire Radiokorrektursignal, das für die Störungen verantwortlich sei. Hingegen hätten die Ausfälle nichts mit dem 5G Netzwerk oder Änderungen der Software zu tun – über beides war in der Öffentlichkeit spekuliert worden.

John Deere erklärte weiter, das jüngste Modell, Starfire 6000, sei mit neuerer Technologie ausgestattet, bei der die Probleme nicht auftauchen würden. Den Kunden wurde empfohlen, bei auftretenden Schwierigkeiten einen John Deere Händler aufzusuchen, der dann die notwendigen diagnostischen Maßnahmen vornehmen und, entsprechend des Alters des Systems, Lösungen vorschlagen werde.

Diesen Weg schlug auch Robert Smith, der Farm-Manager aus Oxford, ein. John Deere habe ihm angeboten, das SF3000 zurückzukaufen, sollte er sich für das neue SF6000 System entscheiden. Der angebotene Rückkaufspreis habe jedoch nur einen Bruchteil der Kosten des neuen Systems gedeckt, erklärte Smith gegenüber dem Farmers Weekly. Sein örtlicher Händler habe versucht zu helfen, habe aber von John Deere keine ausreichenden Antworten bekommen. Die Landwirte hätten beim Kauf des SF3000 darauf gesetzt, das System über viele Jahre nutzen zu können, sie verdienten eine bessere Behandlung, fügte Smith hinzu. Er gehe davon aus, dass in den nächsten Monaten noch viele Landwirte ähnliche Probleme bekommen würden.

Chris Strange, ein anderer Farmer aus der Region Oxford, erklärte gegenüber dem Farmers Weekly, er arbeite inzwischen mit beiden Systemen, dem alten SF3000 und dem neuen SF6000, je nachdem, wo er sich befinde und was zu tun sei. Jedoch funktioniere auch das SF 6000 nicht einwandfrei, es sei allerdings weniger anfällig als das alte System. John Deere müsse dringend etwas unternehmen, erklärte er, die Ausfälle verursachten den Landwirten inzwischen ernsthafte Probleme.

 


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