wirtschaft

Markttelegramm Februar 2024

Wie entwickeln sich die Märkte aus Sicht Ihrer Landwirte?

eilbote: Markttelegramm Februar 2024

Von Dr. Uwe Scheper / www.cattle.de

Aktualisiert am

➙ Weizen – stabil:

Die Kurse für Weizen haben in den letzten Monaten einen Boden gefunden und verteidigt. Händler gehen nicht davon aus, dass Erwartungen über eine russische Rekordernte die Kurse deutlich drücken werden. Anbietern ist das aktuelle Kursniveau zu niedrig, man wartet ab.

➙ Raps – stabil:

Das niedrige Kursniveau bietet Landwirten kaum Anreiz für eine Vermarktung von Ware. Bei Soja drückt die Erwartung auf eine Topernte in Südamerika auf die Preise. Die Ölmühlen sind gut mit Rohstoff versorgt. Der Markt hofft jetzt auf eine Stabilisierung.

➙ Milch – stabil:

Abgepackte Butter und Schnittkäse sind derzeit gut gefragt. Demgegenüber stottert das Geschäft mit Pulver vor sich hin. Der für diese Jahreszeit übliche Anstieg der Milchanlieferung bremst die Idee für einen Kursanstieg.

➚ Schlachtrinder – steigend:

Die Märkte für Schlachtbullen und Schlachtkühe sind gut durch den Januar gekommen. Das geringe Angebot sorgt für stabile Bullenpreise. Kühe zur Schlachtung sind besonders gefragt, werden angesichts steigender Milchpreise aber nicht ausreichend angeboten. Bullen stabil, Kühe fester.

➘ Schlachtschweine – fallend:

Nach dem Minus von 10 Cent auf 2,00 Euro Mitte Januar hat sich zunächst ein neues Gleichgewicht gebildet. Weitere Abschläge sind aber durchaus noch möglich. Das insgesamt verringerte Produktionsniveau dürfte die Rückschlaggefahr aber begrenzen.

➘ Ferkel – fallend:

Angesichts der Lage auf den Schweinemärkten sind Preisaufschläge für Ferkel unwahrscheinlich. Dabei sind Ferkel aber durchaus gefragt. Es hängt jetzt von der Entwicklung des Angebots ab, ob diese Märkte ohne Preisabschläge geräumt werden können.

➙ Düngemittel – stabil:

Auf den Märkten für die wesentlichen Düngemittel zeigt sich auf dem recht niedrigen Kursniveau keine klare Richtung. Die Kurse dümpeln vor sich hin. Händler sehen zunächst weder Signale für steigende noch für fallende Kurse.

➚ Rohöl/Diesel – steigend:

Die unruhige Lage am Golf sorgt für eher steigende Kurse. Von einem echten Ausbruch der Preise ist aber noch nicht die Rede. Käufer sollten daran denken, dass die Energiemärkte sensibel auf politische Veränderungen reagieren. Derzeit ist von leicht steigenden Kursen auszugehen.


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