Nachruf - Dr. Bernard Krone ist verstorben

Die Unternehmerpersönlichkeit starb im Alter von 82 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit

Nachruf: Dr. Bernard Krone ist verstorben

Letzte Woche verstarb der Familienunternehmer Dr. Bernard Krone.

Dr. Bernard Krone, langjähriger Inhaber der Krone Gruppe, verstarb am 14. Oktober im Alter von 82 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit im emsländischen Spelle.

Mit der Familie und allen Angehörigen trauern nicht nur die über 7.000 Mitarbeitenden, sondern auch die internationale Landtechnik- sowie die europäische Nutzfahrzeugbranche, die der leidenschaftliche Familienunternehmer Dr. Bernard Krone durch sein langjähriges Wirken entscheidend mitgeprägt hat, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Der Kontakt zu den Kunden – das persönliche Gespräch mit den Menschen der Branchen – lag ihm dabei seit jeher ganz besonders am Herzen.

Neben dem Einstieg in den Nutzfahrzeugbereich etablierte er unter anderem die Selbstfahrtechnik in der Landtechnik und spezialisierte das Unternehmen Krone auf die Futtererntetechnik. So gestaltete er über viele Jahrzehnte hinweg die Unternehmensgruppe, entwickelte Produkte und stellte Weichen, bevor er sich 2010 offiziell aus dem operativen Geschäft zurückzog und das Ruder an seinen Sohn Bernard Krone übergab. Sein wichtigster Rat an den Nachfolger: „Bleib immer der Schmied aus dem Emsland wie dein Urgroßvater, dein Großvater und dein Vater.“

Sein Engagement wirkte weit über die Unternehmensgrenzen hinaus. So brachte er sich auch in der Verbandsarbeit ein: bei der IHK, in der Landmaschinen- und Ackerschlepper Vereinigung (LAV), als Präsident des Europäischen Verbands der Landmaschinenhersteller (CEMA), im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), als langjähriger Vizepräsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA) sowie als Vorsitzender der Herstellergruppe „Anhänger, Aufbauten und Busse“.

Während seines Schaffens erhielt er diverse Auszeichnungen, unter anderem den Ehrendoktortitel der Technischen Universität Carolo Wilhelmina Braunschweig, die Tilo-Freiherr-von-Wilmowsky-Medaille und die Max-Eyth-Denkmünze in Gold.

Der damalige niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff überreichte ihm das Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens; Ministerpräsident Stephan Weil das Verdienstkreuz 1. Klasse des Landes Niedersachsen.

Dr. Bernard Krone wuchs von Beginn an in das Unternehmen hinein. Schon als Kind durfte er oft mit in die Fabrik und zu den Kunden. Als sechsjähriger Schüler erklärte er seinem Lehrer, dass er in der Werkstatt mehr lernen könne als in der Schule. Er ging natürlich trotzdem weiter dorthin, absolvierte nach dem Abschluss eine Lehre und begann dann 1959 als bis dahin jüngster Studienanfänger die akademische Ausbildung zum Maschinenbauingenieur in Köln. Drei Jahre später schloss er das Studium erfolgreich ab und stieg ins Unternehmen ein.

Sein Vater schickte ihn anschließend zu einem Auslandsaufenthalt nach Irland. Er wollte ihn frühestmöglich auf die Übernahme des Unternehmens vorbereiten. Im Jahr 1970 starb sein Vater überraschend und viel zu früh. Als Alleinerbe übernahm Bernard Krone die Firmennachfolge der Landmaschinenproduktion in Spelle.

Der dreifache Familienvater und mehrfache Großvater engagierte sich im Privatleben als passionierter Jäger und Landwirt für die Belange der Natur in seiner Heimatregion sowie darüber hinaus. Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Geradlinigkeit – das sind Begriffe, mit denen viele Wegbegleiter Dr. Bernard Krone voller Wertschätzung beschreiben.

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