Magazin Landwirtschaft

Garten- und Landschaftsbau :

Insgesamt weniger Unfälle

12.700 gemeldete Arbeitsunfälle in 2019 – sechs mit tödlichem Ausgang

Garten- und Landschaftsbau: Insgesamt weniger Unfälle

Der Einsatz ferngesteuerter Mähtechnik am Hang ist eine sichere Alternative zum unfallträchtigen Einsatz herkömmlicher Mähtechnik.

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) verzeichnet für 2019 rund 12.700 meldepflichtige Arbeitsunfälle im Garten- und Landschaftsbau. Das sind 1.500 weniger als 2018. Sechs Personen verunglückten tödlich. Der Galabau ist nach wie vor besonders stark vom Unfallgeschehen in der „Grünen Branche“ betroffen.

Ein besonders hohes Gefahrenpotential birgt der Strauch- und Heckenschnitt einschließlich der Schnittgutverarbeitung und des Abtransportes. Fast 2.000 SVLFG-Versicherte verletzten sich dabei. Jeweils etwa 1.500 Personen verletzten sich bei Baumpflegearbeiten und bei der Grünflächenpflege, -unterhaltung und -anlage. Nahezu ebenso unfallträchtig sind Stein- und Pflasterarbeiten. Hier kamen rund 1.400 Personen zu Schaden.

Garten- und Landschaftsbauer sind der Sonneneinstrahlung während ihrer Arbeit oft über Stunden ausgesetzt. Ihre Belastung durch die hautschädigenden ultravioletten Strahlen des Sonnenlichtes (UV-Strahlen) ist im Durchschnitt doppelt so hoch wie die des deutschen Durchschnittsbürgers. Das spiegelt sich auch bei den Berufskrankheiten wider. Unter den im Garten- und Landschaftsbau neu anerkannten Berufskrankheiten führt der weiße Hautkrebs die Statistik mit 302 Fällen deutlich an – gefolgt von 85 anerkannten Lärmschwerhörigkeiten.