SVLFG - Im Jahr 2020 weniger Unfälle gemeldet

Umgang mit Großvieh immer noch die größte Gefahrenquelle – GaLaBau verzeichnete Negativtrend

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) meldet für das „Corona-Jahr“ 2020 einen Rückgang der Arbeitsunfälle. Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle sei auf den tiefsten Wert seit Jahren gesunken, berichtete die SVLFG jetzt in Kassel. Laut ihren Angaben ereigneten sich 2020 mit insgesamt 64.060 meldepflichtigen Unfällen sechs Prozent weniger als im Jahr davor. Mit 113 Unfalltoten sei der niedrigste Stand der letzten fünf Jahre verzeichnet worden; im Jahr 2019 seien es noch 132 gewesen.

Auch wenn die Zahl der Unfallopfer im Bereich der Tierhaltung sogar um 8,3 % zurückgegangen sei, bleibe der Umgang mit Großvieh die größte Gefahrenquelle in der Landwirtschaft, stellte die SVLFG fest. Insgesamt habe es noch 14.781 Unfälle mit einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen im Bereich der Tierhaltung gegeben, verglichen mit 16.127 im Jahr 2019. Davon seien 15 tödlich gewesen, sechs weniger als im Vorjahr. Aufgrund dieser hohen Unfallzahlen trat der SVLFG zufolge zum 1. April 2021 eine novellierte Fassung der Vorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz (VSG) 4.1 „Tierhaltung“ in Kraft, die Tierhalter noch besser schützen soll.

Erstmals seit ihrem Bestehen ist nach Angaben der Sozialversicherung die Zahl der meldepflichtigen Forstunfälle 2020 mit 4.834 auf unter 5.000 gesunken; 2019 waren 5.257 Forstunfälle gemeldet worden. 26 Versicherte seien verletzungsbedingt bei der Waldarbeit verstorben, nach 36 im Jahr zuvor. Mögliche Gründe für die positive Entwicklung sehen die SVLFG-Präventionsfachleute im gestiegenen Technikeinsatz auf den großen Schadholzflächen sowie in den allerorts sensibilisierenden Präventionsaktivitäten innerhalb der Branche.

Gegen den allgemeinen Negativtrend verzeichnete der Bereich Gartenbau- und Landschaftspflegearbeiten mehr Arbeits- und Wegeunfälle als im Vorjahr. Laut SVLFG verunglückten 2020 bei diesen Arbeiten oder auf dem Weg dorthin 13.404 Personen gegenüber 12.740 im Jahr 2019. Für acht Personen endete der Unfall tödlich; das waren zwei mehr als im Vorjahr. Das gestiegene Unfallgeschehen auf Garten- und Landschaftsbaustellen korrespondiere mit dem Auftragshoch im Garten- und Landschaftsbau während der Corona-Pandemie, erläuterte die Versicherung.

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