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Kubota :

Optimistischer Blick auf das laufende Geschäftsjahr

Der japanische Landtechnik- und Baumaschinenhersteller Kubota zeigt sich äußerst optimistisch für 2021: Sowohl Umsatz als auch Gewinn sollen im zweistelligen Bereich steigen – Künftig mehr Elektrifizierung

Kubota: Optimistischer Blick auf das laufende Geschäftsjahr

Kubota erzielte mit Land- und Baumaschinen 11,62 Milliarden Euro Umsatz.

Das von der weltweiten Corona-Pandemie geprägte Jahr 2020 hat Kubotas Präsident Yuichi Kitao schon abgehakt. Er schaut jetzt lieber auf 2021 – und da hat die Kubota-Führung große Erwartungen. Der Umsatz soll um rund 10,6 Prozent steigen, der Gewinn vor Steuern und Abschreibungen sogar um 21 Prozent. Anschieben soll das Geschäft ein hoher Nachholbedarf der Landwirte weltweit bei den Investitionen in Technik, unterstützt von steigenden Preisen für Agrarrohstoffe. Und auch für das Baumaschinengeschäft sieht man bei Kubota positive Impulse durch steigende Rohstoffnotierungen sowie öffentliche Investitionen aus Konjunkturprogrammen.

Da lassen sich die negativen Ergebnisse für 2020 schon wieder leichter verschmerzen. Unter dem Strich machten die Japaner 14,31 Milliarden Euro Umsatz, 3,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Deutlicher fiel mit 11,1 Prozent das Minus beim Gewinn aus, umgerechnet blieben 1,08 Milliarden Euro übrig. Landtechnik und Baumaschinen, die mit 11,62 Milliarden Euro rund 81 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen, verzeichneten ein Jahresminus von 3,2 Prozent. Am stärksten war die Kaufzurückhaltung bei Traktoren und Mähdreschern (Reisernter) ausgerechnet im Heimatmarkt, sie war für fast die Hälfte des Minus verantwortlich.

Pandemiebedingte Werksschließungen und Ausfälle bei Zulieferern sorgten zudem für Produktionsausfälle, die bis Jahresende noch nicht aufgeholt werden konnten. Doch es gab auch Lichtblicke, etwa im wichtigen US-Markt, wo Währungsvorteile und höhere Verkaufspreise Verluste ausglichen. Und auch bei der Bewässerungs-Sparte, deren Anteil am Kubota-Umsatz seit Jahren steigt, ist das Minus geringer als im Hauptgeschäft ausgefallen.

Auch Kubota will künftig die Elektrifizierung seiner Maschinen kräftig vorantreiben. Bis 2030, so verkündete Yuichi Kitao kürzlich mit Blick auf die Diesel-Diskussion in Europa, soll der CO2-Ausstoß der Landtechnik- und Baumaschinen-Flotte um gut 30 Prozent gesenkt werden. Den Anfang sollen die Klein- und Kompakt-Traktoren machen. Als Produktionsstandort für die Elektriker ist neben Japan vor allem Deutschland vorgesehen. Auch wenn noch keine Details bekannt gegeben wurden, kommt hier das Kubota-Werk in Zweibrücken infrage, wo 2020 trotz zwischenzeitlicher Kurzarbeit rund 20.000 Baumaschinen für den europäischen Markt hergestellt wurden. Bei den größeren Traktoren will Kubota verstärkt auf den Einsatz von Biokraftstoffen und längerfristig auf die Brennstoffzelle als Antrieb setzen.

Für Kubota-Aktionäre war 2020 trotz der negativen Geschäftszahlen dennoch ein gutes Jahr: Binnen der vergangenen zwölf Monate ist die Notierung der Papiere um rund 70 Prozent gestiegen. Und die große Mehrheit der Börsenanalysten traut der Kubota-Aktie weitere Steigerungen zu.


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