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Magazin EuroTier

EuroTier 2021 :

Smarte Systeme unterstützen die Tierhaltung

Ein Trendbericht von Prof. Dr. habil. Matthias Schick, EuroTier-Neuheitenkommission; Strickhof und AgroVet-Strickhof, Eschikon Lindau, Schweiz.

EuroTier 2021: Smarte Systeme unterstützen die Tierhaltung

Die Tierhaltung profitiert von digitaler Unterstützung.

Die EuroTier ist die weltweit führende Plattform für Innovationen aus allen Bereichen der Tierhaltung. Bei vielen Herstellern sind Trends in Richtung Systemansatz erkennbar und es sind qualitativ sehr hochstehende Neuheiten von der international besetzten DLG-Neuheitenkommission bewertet worden. Die ausgezeichneten Innovationen stellten wir vor im eilboten Nr. 50/2020.

Die angemeldeten Neuheiten zur EuroTier 2021 spiegeln das gesamte Spektrum der heutigen professionellen Landwirtschaft mit ihren Innovationsbedürfnissen sehr gut wider. Auch das ständige Bestreben zu nachhaltigeren Produktionsformen mit mehr Bezug zu noch mehr Tierwohl und zu einer verbesserten Verbraucherakzeptanz ist gut erkennbar.

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Trends Betriebsmittel und Technik für den Betriebsmitteleinsatz

Bei den Betriebsmitteln wird in diesem Jahr auf Ergänzungsfuttermittel für sämtliche Tierarten, verbesserte Trockenfutterkonservierung und den Schutz von Konservierungsfuttermitteln fokussiert. Auch neuartige, rasch wirkende Methoden zur Schadnagerbekämpfung sind hervorzuheben. Interessant ist ebenfalls das wiederkehrende Interesse an professionellen Heubelüftungstechniken für Quaderballen, was einem zunehmenden Qualitätsbewusstsein Rechnung trägt.

Trends Rinderhaltung

Die Trends in der Rinderhaltung bewegen sich in Richtung einer verbesserten Hygiene im Bereich der Kälberhaltung. Hervorzuheben sind hierbei neuartige chemiefreie Desinfektionsmöglichkeiten. Auch die Optimierung der Kälberfütterung kann als verstärkter Trend zur Verbesserung der Tiergesundheit angesehen werden. In der Milchviehhaltung gehen die Trends weiterhin in Richtung Automatisierung zur Produktionsunterstützung und Reduktion von Schadgasen. Die aufgezeigten Möglichkeiten gehen dabei von der mit Gold prämierten Kuhtoilette bis hin zu gegenläufigen Förderbandsystemen zur Kot-Harn-Trennung.

Trends Schweinehaltung

In der Schweinehaltung hat die Automatisierung schon viel eher Einzug gehalten als bei anderen Tierarten. Deshalb gehen hier die Trends nun eher in Richtung Produktionssicherung und Optimierung von Fütterung, Stallklimaführung und Energieeffizienz. Da sich ein Trend zu mehr gefordertem Tierwohl abzeichnet, ist auch bei den Neuheiten eine Tendenz in diese Richtung mit Strohautomaten, zusätzlichen Raufutterautomaten und mehr Beschäftigungsmöglichkeiten erkennbar.

Trends Digitalisierung und Herdenmanagement

Die Digitalisierung ist ein Megatrend in der Landwirtschaft. Der Weg führt dabei von der automatisierten Datenerfassung mit vernetzten Sensortechniken über vernetzte Daten hin zur Automatisierung von Analysen und Verfahrensabläufen und zu einem intelligenten Gesundheitsmonitoring. Der Systemansatz unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit rückt dabei weiterhin in den Vordergrund. Dass Digitalisierung und Tierwohl erfolgreich kombiniert werden können, zeigt bei der diesjährigen EuroTier sehr gut das Beispiel des mit Silber und dem Animal Welfare Award bewertete „Calf Monitoring System“. Dabei dient ein einfaches, präzises und nicht invasives Sensorsystem über einen Infrarotsensor dem Landwirt, das Verhalten seiner Kälber besser zu verstehen und so ein gezieltes Gesundheitsmonitoring zur Verbesserung von Tiergesundheit und Reduktion von Antibiotika durchzuführen.

Fazit: „Dem Systemansatz auf der Spur“

Durch die Vorstellung der Trends wird deutlich, dass die Innovationskraft der nationalen und internationalen Firmen in der Tierhaltungsbranche weiterhin ungebremst ist. Ein großer Trend geht in die Richtung zur Optimierung bestehender Techniken und Verfahren. Dabei werden vermehrt smarte Lösungen angestrebt, welche den Landwirten zur Entscheidungsunterstützung für ihre erfolgreiche und nachhaltige Tierhaltung dienen.

EuroTier/EnergyDecentral 2021 – So besuchen Sie die Messe digital

Organisatorische und technische Hinweise für Besucher

Die EuroTier, die Weltleitmesse für Tierhaltungs-Profis und die EnergyDecentral, die internationale Fachmesse für Energieerzeugung, werden von der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) vom 9. bis 12. Februar als digitale Messen auf einer digitalen Informations- und Business-Plattform im Internet veranstaltet. Wie funktioniert das? Wie kann man die „EuroTier/EnergyDecentral 2021 digital“ besuchen?

Die interaktive Plattform ist über die Internetseiten beider Messen erreichbar und hat die Adresse eurotier.digital.dlg.org.

Auf dieser Plattform können alle Nutzer (Besucher, Aussteller und Medienvertreter) Funktionen zur Kontaktaufnahme nutzen, wie man sie von Sozialen Business-Netzwerken kennt. Darüber hinaus stehen viele Kommunikationsformate wie Video-Meeting, Video-Konferenz und Chat, Textnachrichten oder -kommentare, zwischen allen Gruppen zur Verfügung. Videokommunikation ist eine Kernfunktion dieser Plattform, man kann sogar per Klick von einem Video-Call zum anderen schalten. Der digitale „Stand“ eines Ausstellers ist über den Eintrag in der Ausstellerliste erreichbar.

Zugang durch OnlineTicket und Registrierung

Unter www.eurotier.com gibt es einen Button „Ticketshop“. Klickt man auf diesen, so öffnet sich ein neues Fenster und man kann wählen, ob man ein Ticket kaufen möchte oder ob man einen Gutschein-Code, den man zum Beispiel von einem Geschäftspartner erhalten hat, für ein Ticket einlösen möchte. DLG-Mitglieder finden unter „Tickets kaufen“ die Möglichkeit, mit ihrer Mitgliedsnummer ein kostenloses Ticket zu bestellen. Mit ihren Zugangsdaten (E-Mail-adresse und Passwort) des Ticketshops können Besucher sich ab dem 1. Februar 2021 auf der digitalen Messeplattform eurotier.digital.dlg.org (Button auf der Startseite der www.eurotier.com) einloggen.

Öffnungszeiten

Tickets sind ab sofort erhältlich – die Plattform der EuroTier digital öffnet vor dem offiziellen Messebeginn am 9. Februar schon am 1. Februar 2021 um 9 Uhr ihre digitalen Hallentore. Vor dem eigentlichen Messebeginn haben die Besucher somit Zeit, sich auf der Plattform zu orientieren, ihr Benutzerprofil anzulegen, und sie können bei den Ausstellern Termine für Meetings anfragen.

Nach dem Messeschluss am 12. Februar bleibt die Plattform bis zum 15. April 2021 noch offen, in dieser Zeit können Besucher die zuvor live übertragenen Videobeiträge des Fachprogramms als Aufzeichnung noch ansehen.

Nach dem Einloggen

Beim ersten Log-In sollte man Nutzerprofil und -daten über den Button „Einstellungen“ oben rechts im Browserfenster ergänzen, Social Media Kanäle und Webseite und seine Interessengebiete angeben. Durch Klick auf „Netzwerken“ kann man sich mit anderen Besuchern und Ausstellern vernetzen und sie als Kontakt hinzufügen, sprich damit „digitale Visitenkarten“ tauschen.

Das Prinzip beruht auf Gegenseitigkeit, das heißt, wer eine Kontaktanfrage ignoriert, gibt seine Kontaktdaten nicht weiter. Über das Drei-Punkte-Symbol neben einem Personennamen kann man unter anderem Kontaktanfragen stellen, Video-Calls führen und chatten. Ein Suchfeld hilft beim Aufstöbern von Kontakten und deren Verwaltung.

Die Ansicht „Start“

Von der Begrüßungsseite „Start“ aus kann man wechseln zu den Bereichen „Aussteller“, zum Live-Programm „Fachprogramm entdecken“, den Diskussions- und Support-Foren beitreten als auch zur Übersicht aller Referierenden des Fachprogrammes. Ebenso kann man über „Netzwerk“ Kontakte suchen und verwalten.

Der digitale „Messe-Stand“

Fährt man mit der Maus über die Icons auf der linken Seite des Bildschirms, öffnet sich das Suchfeld und man kann auch von hier aus von der Startseite in die Bereiche Aussteller, Fachprogramm, Diskussions-Foren, Networking und „Meine Messe“ wechseln.

Die Ausstellerdatenbank der „EuroTier digital“ ist links im Hauptmenü unter „Aussteller“ zu finden.

Ein Aussteller-Eintrag unterscheidet sich dort von einem in der öffentlich sichtbaren Datenbank unter www.eurotier.com in Bezug auf die Kontaktmöglichkeiten: Es ist das „Standpersonal“ mit Profilbildern sicht- und ansprechbar, auch kann man einem Videokonferenzraum, dem „Show-Room“, „beitreten“, um mit verfügbaren Ansprechpartnern in Kontakt zu kommen.

Will man erst später, zum Beispiel per Chat angesprochen werden, kann man beim Aussteller „Interesse bekunden“.

Möchte man mit dem Aussteller ein längeres Gespräch planen, kann man einen Termin für ein „Meeting anfragen“. Angebote und Produkte der Aussteller sind über eine Volltextsuche (Lupe) im Hauptmenü schnell zu erreichen.

Der Bereich „Fachprogramm“ ist über die Startseite „Live-Programm“ oder im Menü über „Fachprogramm“ erreichbar.

Digitales Fachprogramm

Die Termine aller Veranstaltungen sind wie in einem Kalender aufgeführt und können über eine kleine Flagge „favorisiert“ und damit in den eigenen Terminkalender eingetragen werden.

Die Programmvorschau der Veranstaltungen des Fachprogramms ist wie bisher auch öffentlich unter www.eurotier.com/de/fachprogramm zu finden.

Technische Hürden nehmen

Plattform-Nutzer aus landwirtschaftlichen Betrieben haben meist administrative Zugriffsrechte über ihren Computer, ihnen hilft – vor dem Log-In – auf der Startseite der „EuroTier digital“ der Button „Prüfen Sie jetzt Ihr System“. Dies startet eine technische System-Prüfung des Computers und Browsers, ob damit alle Audio- und Videofunktionen genutzt werden können. Mit dem Browser „Google Chrome“ funktioniert die Plattform am besten.

IT-Administrator ist gefragt

Manche Nutzer, die aus Unternehmensnetzwerken die Plattform besuchen wollen, werden ihren IT-Administrator bitten müssen, dass ihr Internet-Browser beim Aufruf der Internetadresse eurotier.digital.dlg.org den Zugriff auf Mikrofon und Kamera erlaubt.

Den Weg zur interaktiven Digitalplattform weisen die Homepages der EuroTier, www.eurotier.com, und der EnergyDecentral, www.energy-decentral.com. Dort werden im Bereich Besucher weitere technische und organisatorische Fragen unter „FAQ“ beantwortet. Ebenso können dort Bedienungshinweise als PDF heruntergeladen werden.


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