Magazin Landtechnik

Weidemann :

Easy Coupler System

Wechseln von Anbaugeräten mit hydraulischer mit Zusatzfunktion leicht gemacht

Weidemann: Easy Coupler System

Maschinenseitiger Aufbau des ecs (Easy Coupler System). Das Hydrauliköl fließt in den Verriegelungsbolzen und verbindet sich automatisch über die „Flat-Face“ Hydraulikkupplung mit dem Anbaugerät.

Für seine Rad- und Hoflader hat Weidemann eine vollautomatische Wechselvorrichtung für den dritten Steuerkreis mit der Bezeichnung ecs (Easy Coupler System) entwickelt.

Nach Recherche des Herstellers werden bis zu 75 % aller Anbaugeräte mit Zusatzfunktion lediglich mit einem dritten Steuerkreis betrieben. Deshalb wurde in der Entwicklung bewusst der Schwerpunkt auf eine einfache, robuste und kostenoptimierte Ausführung gelegt mit dem Ziel, möglichst vielen Landwirten den Zugang zu dieser Anwendung zu ermöglichen und damit den Komfort und die Arbeitssicherheit zu verbessern.  

Laut Statistik werden die meisten Unfälle durch das Auf- und dem Absteigen vom Hof- und Radlader verursacht. Mit dem ecs soll dieser Vorgang bis zu zehnmal und mehr pro Tag reduziert und somit das Unfallrisiko deutlich gemindert werden. Insbesondere bei Minustemperaturen werden weitere Unfälle während des manuellen Kupplungsvorganges durch diese Entwicklung ebenfalls vermieden. Die Effizienz der Maschine im täglichen Workflow kann ebenfalls gesteigert werden.

Die technische Umsetzung erfolgt einfach und zuverlässig: Durch einen zusätzlichen hydraulischen Abzweig im Bereich der Hydraulikkupplungen, der auf der Zugstange positioniert wird, läuft das Hydrauliköl direkt zur Werkzeugaufnahme. Es fließt in den Verriegelungsbolzen und verbindet sich automatisch über die „Flat-Face“ Hydraulikkupplung mit dem Anbaugerät. Das Hydrauliköl wird hierbei also direkt in einen der beiden Verriegelungsbolzen eingebracht und über eine axiale Bohrung zum Gerät geführt. Somit erfolge die Verbindung der Ölkreisläufe automatisch, sauber, umweltfreundlich und sicher – sogar unter Druck, so der Hersteller. Der Rücklauf geschieht dementsprechend über den zweiten Verriegelungsbolzen. Die ursprünglichen Hydraulikkupplungen auf der Zugstange der Maschine bleiben vorhanden, somit besteht jederzeit die Möglichkeit, alternativ auch ein Anbaugerät zu betreiben, das nicht über das ecs verfügt.

Beim Ablegen des Anbauwerkzeuges werden die Verriegelungsbolzen ganz normal eingefahren und die hydraulische Verbindung wird automatisch getrennt. Ein versehentliches Abreißen von Hydraulikschläuchen, die vor dem Ablegen des Anbaugerätes vergessen wurden zu entkuppeln, ist ausgeschlossen, da keine Schläuche von der Maschine auf das Gerät geführt werden. Auch ein Spannen oder Abknicken von Schläuchen beim Bewegen des Anbaugerätes wird so verhindert.
Ein weiterer Vorteil dieses Systems ist, dass der Gerätewechsel nahezu ohne Zeitverlust stattfinden kann. Der Wechsel zwischen hydraulisch angetriebenen Anbaugeräten dauert nun ebenso kurz, wie das Wechseln von einfachen, wie zum Beispiel von Erdschaufeln oder Palettengabeln.

Die Bedienphilosophie des Easy Coupler System ist ebenfalls denkbar einfach und selbsterklärend: Es muss kein zusätzlicher Knopf oder Hebel für die Verbindung des hydraulischen Steuerkreises betätigt werden. Das Hydrauliksystem der Arbeitsmaschine verbindet sich beim Ausfahren des Verriegelungsbolzens vollautomatisch mit dem des Anbaugerätes und ist sofort einsatzbereit.

Das Easy Coupler System wird in den Hoftrac Baureihen 1140, 1160, 1160 eHoftrac, 1260, 1280 und 1380 sowie dem Teleskoplader T4512 optional erhältlich sein. Im ersten Schritt werden die häufig verwendeten Anbaugeräte: Krokodilgebiss, Greifschaufel und 4-in-1-Schaufel angeboten.


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