Magazin Wirtschaft

Rentenbank :

Plus bei Förderkrediten

Mehr Neugeschäft in der Sparte „Landwirtschaft“

Rentenbank: Plus bei Förderkrediten

Das Hauptgebäude der Landwirtschaftlichen Rentenbank in Frankfurt/Main.

Eine lebhafte Nachfrage nach zinsgünstigen Programmkrediten für die Agrarwirtschaft hat in der ersten Jahreshälfte 2019 – trotz eines leichten Rückgangs der Gesamtkreditsumme – die Geschäftsentwicklung der Landwirtschaftlichen Rentenbank geprägt. Wie aus dem jetzt vorgelegten Halbjahresfinanzbericht hervorgeht, wurden Darlehen in Höhe von 3,2 Mrd. Euro vergeben; das entspricht im Vergleich zur Vorjahresperiode einem Minus von 3 %.

Zuwächse erzielte die Rentenbank nach eigenen Angaben in ihren Fördersparten „Landwirtschaft“ und „Ländliche Entwicklung“. Dagegen sei die Nachfrage nach Windkraftfinanzierungen erneut gesunken. Das gesamte Förderneugeschäft, das neben den Programmkrediten auch die Refinanzierung mit Bezug zum ländlichen Raum über Namenspapiere, Schuldscheindarlehen und Wertpapiere umfasst, legte im ersten Halbjahr 2019 auf 5,8 Mrd. Euro zu.

Mit Blick auf die Fördersparte „Landwirtschaft“ berichtete das Finanzinstitut von einem Neugeschäft in Höhe von 1,1 Mrd. Euro; das waren rund 10 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Während mit 346,6 Mio. Euro insgesamt 8 % weniger Gebäudefinanzierungen abgeschlossen wurden, stiegen die Finanzierungen für Flächenkäufe laut Zwischenbericht um 10,5 % auf 261,8 Mio. Euro an. Auch Maschinenfinanzierungen wurden mit 308,0 Mio. Euro stärker nachgefragt als in der entsprechenden Vorjahresperiode, und zwar um 6,8 %.

In der Fördersparte „Ländliche Entwicklung“ erhöhte sich das Neugeschäft laut Rentenbank um 9,8 % auf 881,3 Mio. Euro. Ursache dafür sei insbesondere eine höhere Nachfrage der Landesförderinstitute nach Globaldarlehen der Rentenbank gewesen, die hauptsächlich zur Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen im ländlichen Raum verwendet worden seien. Das Neugeschäft in der Fördersparte „Agrar- und Ernährungswirtschaft“ sank um 8,6 % auf 582,7 Mio. Euro, was dem Finanzinstitut zufolge durch ein rückläufiges Finanzierungsvolumen für Gebäude und für Maschinen bedingt war.

Die Entwicklung der Fördersparte „Erneuerbare Energien“ war gemäß Halbjahresbericht durch Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) geprägt. Erwartungsgemäß sei das Neugeschäft bei Windkraftfinanzierungen weiter geschrumpft und habe mit 126,4 Mio. Euro nur noch knapp die Hälfte des entsprechenden Vorjahresniveaus erreicht


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