Deutz - Wasserstoffmotor kurz vor praktischer Anwendung

Einsatz in Schleppern derzeit noch nicht vorgesehen – Serienproduktion für 2024 geplant

Deutz: Wasserstoffmotor kurz vor praktischer Anwendung

Der TCG 7.8 H2 ist der erste Wasserstoffmotor von Deutz.

Der Motorenhersteller Deutz steht kurz vor der praktischen Anwendung eines mit Wasserstoff betriebenen Motors. In Schleppern dürfte das Konzept kurzfristig aber noch nicht zur Anwendung kommen. Wie das Unternehmen Mitte August bekanntgab, erfüllt der Motor aber bereits den von der EU vorgegebenen CO2-Grenzwert für „Zero Emission“.

Laut Deutz-Technikchef Dr. Markus Müller baut das sechszylindrige Aggregat TCG 7.8 H2 auf einem bestehenden Motorkonzept auf. Der Motor läuft ihm zufolge nicht nur CO2-neutral, sondern auch sehr leise und liefert bereits 200 kW an Leistung. Der Motor eigne sich grundsätzlich für alle heutigen Deutz-Anwendungen, dürfte aber aufgrund der zur Verfügung stehenden Infrastruktur zunächst in den Bereichen stationäre Anlagen und Generatoren sowie Schienenverkehr eingesetzt werden, erklärte Müller.

Die Serienproduktion des Wasserstoffmotors plant das Unternehmen für das Jahr 2024. Als erste Pilotanwendung des Wasserstoffmotors ist eine stationäre Anlage zur Stromerzeugung mit einem regionalen Partner geplant. Diese soll Anfang 2022 in Betrieb gehen und die Praxis-tauglichkeit des Motors unter Beweis stellen.

„Deutz ist Vorreiter für eine klimaneutrale Mobilität im Off-Highway-Bereich. Wir bauen bereits heute sehr effiziente und saubere Motoren. Nun machen wir den nächsten Schritt, unser Wasserstoffmotor ist reif für den Markt“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Deutz AG, Dr. Frank Hiller. Nach seiner Darstellung ist dieser Schritt auch für den Kölner Motorenhersteller „ein wichtiger Meilenstein“, um als Unternehmen einen Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaziele zu leisten.

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