BayWa Venture - Beteiligung an Start-up für digitalisierte Bewässerung

Ein Drittel des landwirtschaftlichen Wasserverbrauchs soll eingespart werden können

BayWa Venture: Beteiligung an Start-up für digitalisierte Bewässerung

Ein Drittel des Wasser- und Energieverbrauchs soll mit der Spherag-Lösung mit wenig Aufwand in der Landwirtschaft eingespart werden können.

Die BayWa Venture GmbH investiert gemeinsam mit Bonsai Partners und Ship2B Ventures in das spanische Start-up Spherag.

Wie die BayWa jetzt in München erklärte, hat das Unternehmen eine Internet-of-Things-(IoT)-Lösung entwickelt, mit der sich bestehende Bewässerungsanlagen digitalisieren und automatisieren lassen. Ein Drittel des Wasser- und Energieverbrauchs in der Landwirtschaft könne so mit wenig Aufwand gespart werden. Mit der Finanzierung solle der Vertrieb ausgeweitet und die bestehende Produktlösung um weitere Anwendungen für die Präzisionsbewässerung weiterentwickelt werden.

Die Spherag-Lösung basiere auf solarbetriebenen Modulen, die auf den Steuerungselementen bestehender Bewässerungsanlagen aufsetzten. Dadurch könne die Anlage in Echtzeit überwacht und mit dem Smartphone direkt angesteuert werden. „Der Aufwand, das gesamte Feld abzulaufen, fällt schlagartig weg. Das spart nicht nur Zeit, Energie und unnötigen Wasserverbrauch, es beugt auch unnötiger Nitratauswaschung vor“, betonte die Geschäftsführerin von BayWa Venture, Marion Meyer.

Außerdem könnten zum Beispiel Wetterstationen und Bodenfeuchtesensoren in das Spherag-System eingebunden werden. Auch der Wasserverbrauch lasse sich messen. „Für bewässerungsintensive Kulturen wie Nüsse und Avocados, die vom Konsumenten stark nachgefragt sind, aber wegen ihres Wasserbedarfs im Anbau gleichzeitig oft in der Kritik stehen, ist das besonders interessant. Aber auch der Obst- und Gemüseanbau hier in Deutschland kann profitieren“, sagte Meyer.

Spherag sei seit 2020 am Markt und bereits in mehr als 15 Ländern vertreten. Von Australien bis in die USA würden mehr als 450 landwirtschaftliche Betriebe mit einer Fläche von insgesamt rund 50.000 Hektar mit der Lösung der Spanier bewässert.

Laut Spherag-Geschäftsführer Jesús Ibáñez kann eine typische Bewässerungsanlage aus zehn Ventilen, Pumpe und Rührwerk an einem Vormittag automatisiert werden. „Für die nachhaltige Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Felder ist das ein riesiger Fortschritt“, so Ibáñez.

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