Die Kuhn Group hat im ersten Halbjahr 2023 trotz rückläufiger Auftragslage ein Ergebnisplus erwirtschaftet. Wie die Bucher Industries AG mit Sitz in der Schweiz als Mutterkonzern jetzt mitteilte, erwirtschaftete die Kuhn Group im Berichtszeitraum ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 114 Mio. CHF (119 Mio. Euro); das waren 16,5 % mehr als im ersten Halbjahr 2022.
Maßgeblich dafür war, dass der Nettoumsatz um 6,6 % auf umgerechnet 893 Mio. Euro gesteigert werden konnte, obwohl der Auftragseingang um 26,5 % auf 489 Mio. Euro zurückging. Der erwartungsgemäß einsetzende Erlösrückgang in Brasilien sei durch Zuwächse in Europa und Nordamerika mehr als kompensiert worden, hieß es.
Laut Unternehmensbericht nahm die Nachfrage nach Landmaschinen in der ersten Jahreshälfte 2023 nach zwei sehr starken Geschäftsjahren ab. Der Auftragseingang der Kuhn Group sei vor allem im zweiten Quartal deutlich rückläufig gewesen. Als Gründe werden unter anderem die hohen Produktionskosten in der Landwirtschaft und die gesunkenen Preise für Agrarrohstoffe angeführt.
Weitere Auslöser für die rückläufigen Aufträge seien pessimistischere Ertragserwartungen der Landwirte in einigen Absatzmärkten gewesen, und zwar als Folge der Trockenheit in Europa und Nordamerika. Ferner hätten sich die Zinsen und Maschinenpreise weiterhin auf einem hohen Niveau bewegt, so Bucher Industries. Die Kuhn Group erwartet für das gesamte Geschäftsjahr weiterhin einem Umsatz in der Größenordnung von 2022, als insgesamt 1,582 Mrd. Euro erlöst wurden.










