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ZDH/LandBauTechnik-Bundesverband :

Corona-Krise: Stimmung trübt sich ein

Umfrage im Handwerk zeigt, dass die meisten Landmaschinenbetriebe aktuell einen Umsatzrückgang verzeichnen und Maßnahmen wie Kurzarbeit für sie an Bedeutung gewinnen.

ZDH/LandBauTechnik-Bundesverband: Corona-Krise: Stimmung trübt sich ein

85 Prozent der befragten Landmaschinenbetriebe melden Umsatzeinbußen durch die Corona-Krise.

In der letzten Märzwoche rief der Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) bundesweit dazu auf, an der Umfrage zur aktuellen Corona-Krise teilzunehmen. Knapp 5.000 Handwerksbetriebe sind dieser Bitte gefolgt, darunter auch 124 Landtechnikhändler.

Inhalt der Umfrage war die Einschätzung zur Umsatz- und Auftragsentwicklung, zu Personal- und Lieferengpässen sowie Betriebsschließungen.

Auch der Landmaschinenhandel meldet einen Umsatzrückgang. Knapp 85 Prozent der Befragten gaben an, dass die Corona-Krise einen negativen Einfluss auf ihre Umsätze hat. Dies zeichnet sich über alle Betriebe mit unterschiedlicher Mitarbeiterzahl ab – am meisten betroffen fühlen sich die beiden Gruppen mit 10 bis 19 und 20 bis 49 Mitarbeitern. Bei der Auftragslage sind die Auswirkungen noch nicht so stark zu spüren. So gaben zwei Drittel der Befragten an, nicht von Auftragsstornierungen betroffen zu sein. Bei der Frage nach der Personalverfügbarkeit zeigt sich kein klares Bild. Rund die Hälfte leidet unter fehlendem Personal, die andere Hälfte fühlt sich gut aufgestellt. Ebenfalls zeigen sich unterschiedliche Probleme mit Lieferengpässen. Hier hält es sich die Waage, ob die Unternehmen von fehlendem Material, Komponenten oder Betriebsmitteln betroffen sind oder (noch) nicht. Nur fünf der Unternehmen geben an, keinerlei Effekte durch Corona zu bemerken.

Neben den Auswirkungen der Krise befragte man die Teilnehmer danach, welche Maßnahmen sie derzeit für ihr Krisenmanagement in Betracht ziehen. Dabei geben die Betriebe vorwiegend an, dass sie Kurzarbeit sowie den Abbau von Arbeitszeitkonten und Urlaub für die Belegschaft planen, wobei die letzten beiden Punkte vor allem auf Unternehmen ab zehn Mitarbeiter zutreffen. Gravierendere Maßnahmen wie die vorübergehende Betriebsschließung oder sogar die Kündigung von Mitarbeitern ist für die meisten keine Option.

Die Umfrage fand erstmals in der 13. Kalenderwoche statt und soll regelmäßig wiederholt werden, um die Entwicklung der Stimmungslage zu erfassen und Maßnahmen daraus abzuleiten.


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