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Plus bei Margen – Sinkende Erwartungen

Umsatzwachstum im Gesamtjahr 2023, aber seit dem Herbst wird das Umfeld zunehmend schwieriger

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Mit der Abspaltung von IVECO und der Powertrain-Einheit FPT ist die Ausgliederung des kompletten On-Highway-Geschäfts aus CNH Industrial zum 1. Januar 2022 abgeschlossen worden. Als jetzt reiner Spezialist für Land- und Bautechnik hat auch das Unternehmen CNH Industrial im vierten Quartal 2023 ein zunehmend schwierigeres Umfeld beackert. Sowohl in Nord- und Südamerika als auch in der EMEA-Region sowie in Asien/Pazifik waren zum Teil deutliche Absatzrückgänge insbesondere im Segment der Traktoren bis 140 PS und bei Mähdreschern zu verzeichnen.

Die laufenden Programme zur Kostensenkung und die ehrgeizigen Margenziele haben jedoch Wirkung gezeigt. Zwischenziele konnten früher als geplant erreicht werden. So wurde trotz des im vierten Quartal 2023 um 2 % gesunkenen konsolidierten Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal ein um 4 % höherer Nettoumsatz erzielt. Für das gesamte Jahr 2023 konnte bei einem insgesamt um 5 % gestiegenen Umsatz sogar ein um 17 % höherer Nettogewinn als 2022 ausgewiesen werden. In der Folge kündigte CNH Industrial ein zusätzliches Aktienrückkaufprogramm in Höhe von rund 465 Mio. Euro an.

Der konsolidierte Umsatz für das Gesamtjahr 2023 belief sich auf 22,97 Mrd. Euro. Das entspricht einem Plus von 5 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Nettoumsatz der industriellen Aktivitäten lag 2023 mit 20,55 Mrd. Euro um knapp 3 % höher als 2022. Mit einem Nettogewinn für das Gesamtjahr 2023 von 2,22 Mrd. Euro konnte das Vorjahresergebnis sogar um rund 14,4 % übertroffen werden. Nach Einschätzung des Unternehmens spiegeln die Rekordumsätze und der Reingewinn für das Gesamtjahr trotz des erkennbar schwierigeren Umfelds die erfolgreiche Umstrukturierung hin zu schlankeren Prozessen, erhöhten Margen und den Fokus auf die Kunden bei der Bereitstellung von Weltklasse-Technologie wider.

Prognosen variieren

Für das Jahr 2024 geht das Unternehmen von einem weiter rückläufigen Absatz aus. Die Prognosen variieren allerdings je nach Region und Produktart. Mit den Landtechnikmarken New Holland, Case IH – und in Europa auch Steyr – erwartet CNH Industrial einen Rückgang der Einzelhandelsumsätze im Vergleich zum Jahr 2023 um 10 bis 15 %. In der Baumaschinenbranche mit den Marken Case und New Holland wird ein Rückgang um rund 10 % prognostiziert. Entsprechend sollen die Bemühungen zur Kostenreduktion durch die Optimierung der Logistik, schlankere Produktionsabläufe und eine strategisch ausgerichtete Beschaffung sowie durch eine Restrukturierung der Kosten fortgeführt werden. Die Unternehmensleitung geht davon aus, dass damit die Auswirkungen der geringeren Nachfrage in beiden Branchen zum Teil ausgeglichen werden können.

Gleichzeitig setzt CNH Industrial weiterhin auf herausragende technologische Innovation. Im zurückliegenden Jahr konnten insgesamt 72 neue Produkte vorgestellt werden. Anlässlich der Agritechnica 2023 wurde beispielsweise der Doppel-Axialrotor-Mähdrescher CR von New Holland als einziges Produkt mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Über die Akquisition von Unternehmen sicherte sich CNH Industrial im Jahr 2023 zusätzliche weitere Expertise in verschiedenen Bereichen. Dazu zählte kamerabasierte Technologie zur hochauflösenden Feldanalyse für eine gezielte Applikation von Betriebsmitteln (Augmenta), Technologie zur Erzeugung und Nutzung von Biomethan (Bennamann) sowie mit Hemisphere ein Spezialist für Satellitennavigation. Bereits 2021 wurde mit Raven Industries ein Schwergewicht im Bereich Lenksysteme und elektronische Steuerungen übernommen.


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