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Dealer Satisfaction Index Traktoren 2018: Es gibt für Hersteller noch Luft nach oben

Climmar: Dealer Satisfaction Index Traktoren 2018: Es gibt für Hersteller noch Luft nach oben
Die Gewinner des DSI 2018 stehen fest.

Die Gewinner des DSI 2018 stehen fest.

Kubota hat seine Benotung von 14,5 Punkten auf einer Skala von 1 bis 20, wobei 20 die bestmögliche Benotung darstellt, im Climmar Dealer Satisfaction Index (DSI) Traktoren 2018 stabil gehalten. Fendt hat auf exakt denselben Wert aufgeholt. Die Note für die Marktoberdorfer lag 2017 bei 13,8. Die Platzierungen 3 und 4 teilen sich zwei Marken. Valtra (2017: 12,8) und John Deere (2017: 12,6) haben ihre Benotung verbessert und erreichten 13,4. Case IH arbeitete sich von 12,1 auf 12,7 Punkte hoch. Claas erhielt die Note 12,6 (2017: 12,8) und New Holland 12,1 (2017: 12,4). Am stärksten zurück in dieser Umfrage ging es für Massey Ferguson. Deren Benotung lag vergangenes Jahr noch bei 12,5 und liegt heute bei 11,6. Danach folgen die Marken Deutz-Fahr mit 11,2 (2017: 11,6) und Same mit 10,4 (2017: 10,7).

Mit der Teilnahme von Österreich und Ungarn hat sich die Gesamtzahl der teilnehmenden Länder auf zehn erhöht. Die anderen Länder sind die Niederlande, Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Deutschland, Polen, und das Vereinigte Königreich.

Die DSI-Umfrage lief im Juni und Juli 2018 und bewertet die Qualität der Beziehungen zwischen Traktorlieferanten und ihren A-Händlern anhand von 14 Punkten:

1. Markenimage und -wirkung
2. Vermarktung von Traktoren
3. Vermarktung von Ersatzteilen
4. Kundendienst und Gewährleistung
5. Computerdienstleistungen
6. Werbung und Produktunterstützung
7. Verwaltung und Zahlungsbedingungen
8. Training
9. Management
10. Hersteller-Händler-Beziehung
11. Profitabilität
12. Bereitschaft zur Verbesserung
13. Finanzierungsangebote
14. Diebstahlschutz

In der diesjährigen Ausgabe gab es 765 markenbezogene Antwortende. Dies ist über 15 % weniger als die Zahl der teilnehmenden Händler im Jahr 2017. Anne Fradier, Generalsekretärin von SEDIMA und verantwortlich für die Durchführung der DSI-Untersuchung, führt dies zum Teil auf die rückläufige Zahl der A-Händler – die Zielgruppe des DSI – durch Akquisitionen und Konsolidierungen sowie dem späteren Zeitraum der Befragung , im Juni statt im April, zurück. Die geringere Teilnehmerzahl habe jedoch keinen Einfluss auf die Bedeutung und das Ergebnis des DSI.

Die Ergebnisse 2018

Der gesamte Markendurchschnitt, der Durchschnitt aller Faktoren zusammengenommen, stieg um 0,1 Punkte auf 12,7 Punkte. Insgesamt zeigt der DSI einen leichten Aufwärtstrend. Es gibt aber große Unterschiede zwischen den Marken. Dies zeige laut Climmar, wie wichtig es für einen Händler und Hersteller ist, seine Position in den verschiedenen Bereichen im Vergleich zum Durchschnitt zu sehen. Nur die Traktorlieferanten/Marken, die in mindestens vier Ländern bewertet werden, werden in den EU-Ergebnissen aufgeführt.

Im Vergleich zu den Durchschnittswerten des Vorjahres zeigt sich deutlich eine positive Entwicklung:

■ Finanzierungsangebote: Hier gibt es einen Anstieg von 11,1 Punkten im Jahr 2017 auf 11,5 Punkte im Jahr 2018

■ Diebstahlschutz: Die Bewertung steigt von 8,3 Punkten im Jahr 2017 auf 8,9 Punkte im Jahr 2018.

■ Ergebnisbeitrag: Ein kleiner Erfolg von 11,9 Punkten im Jahr 2017 auf 12,1 Punkte im Jahr 2018.

Diese Durchschnittswerte liegen laut Climmar noch weit von dem Maximum von 18 Punkten entfernt.

Alle anderen Leistungsindikatoren schnitten 2018 und 2017 ähnlich ab, mit Ausnahme der Einschätzung der Bereitschaft der Traktorlieferanten, ihre Schwachstellen zu verbessern. Im Jahr 2018 erreichte dieser Indikator durchschnittlich 11,6 Punkte. Ein Rückgang um 0,2 Punkte gegenüber 2017 (11,8 Punkte). Für die Climmar sei dies Ansporn, um in einem aktiven Dialog mit den Traktorlieferanten zu bleiben und die Händlerzufriedenheit 2019 zu verbessern.

Das „Hersteller-Händler-Verhältnis“ ist aus Sicht der europäischen Vertragshändler gegenüber dem Vorjahr stabil und liegt mit der Durchschnittsnote 13,7 weiterhin auf gutem Niveau.

In dieser Kategorie büßt Kubota 0,6 Punkte ein, erreicht trotzdem noch mit 15,9 Punkten den ersten Platz. 15,2 Punkte – und damit gegenüber dem Vorjahr die stärkste Zunahme aller Marken im DSI – gaben die A-Händler dem Fabrikat Fendt. Mit 0,9 Punkten Rückstand folgt die MarkeValtra, die sich mit einem Plus von 0,6 auf den dritten Platz vorschieben konnte. Mit einem Zuwachs von 0,3 auf 14,1 folgt Case IH in der Kategorie Hersteller-Händler-Verhältnis auf Platz vier. Claas büßt 0,1 ein und erreicht mit 13,7 Punkten genau den Durchschnitt.

Den größten Zuwachs in der Kategorie „Profitabilität“ kann im Jahresvergleich die Marke Valtra mit 1,3 Punkten für sich verbuchen. Mit insgesamt 15,0 Punkten springt Fendt aber mit einer Steigerung von 1,2 Punkten auf den ersten Platz. Verbessern konnten sich auch die orangefarbenen Traktoren des japanischen Herstellers; mit insgesamt 14,4 Punkten sichern sie sich den zweiten Platz in dieser Kategorie.

Die Plätze 4 und 5 belegen die Marken New Holland und John Deere, deren Bewertungen noch über dem Durchschnitt von 12,1 liegen.

Was die Bereitschaft der Hersteller angeht, Schwachpunkte auszumerzen, so gibt es nach Meinung der europäischen A-Händler mit 14,3 Punkten einen Favoriten: Kubota. Der japanische Hersteller hat im Vergleich zum guten Vorjahreswert aber 0,4 Notenstufen eingebüßt. Mit einem Plus von 1,1 bzw. 1,5 Punkten sind Fendt auf Platz 2 (13,8) und John Deere auf Platz 3 (12,8) in der Gunst der Händler gestiegen. Über dem Durchschnitt von 11,6 Punkten liegen noch die Marken Valtra und Claas, Case IH erreicht diesen exakt. Schlusslichter in dieser Auswertung sind Deutz und Same mit 8,8 bzw. 8,6 Punkten.

Die vollständige Übersicht über die Ergebnisse des DSI 2018 finden Sie auf der Climmar-Website.


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