Magazin Wirtschaft

Agrarmärkte :

EU und USA wollen Handelsstreit beilegen

Die Europäische Union und die Vereinigten Staaten wollen ihre Handelsstreitigkeiten beenden. Dafür sollen laut einer gemeinsamen Erklärung von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und US-Präsident Donald Trump, die letzte Woche in Washington vorgestellt worden ist, unter anderem bestehende nicht-tarifäre Einfuhrbarrieren für US-Soja in die EU fallen. Zudem betonten beide, dass keine weiteren Zölle erhoben werden sollen, „solange die Gespräche andauern“.

Nach Angaben des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) hat die Europäische Union im Wirtschaftsjahr 2017/18 lediglich 275.000 t an Sojabohnen aus den USA importiert. Das entsprach lediglich einem Anteil an allen US-Bohnenexporten von 0,4 %. Die gesamten EU-Sojabohneneinfuhren beliefen sich 2017/18 auf 13,4 Mio.t. Für 2018/19 erwartet das USDA hier allerdings einen deutlichen Anstieg. Als Begründung wird der voraussichtlich höhere Bedarf der europäischen Ölmühlen als Folge der kleineren EU-Rapsernte und des wahrscheinlich rückläufigen Angebots an russischem und ukrainischem Sonnenblumenschrot genannt.

Gemäß der Erklärung ist auch eine Beilegung des Streits um die von den USA unlängst erhobenen Strafzölle auf Stahl und Aluminium sowie die Gegenzölle der EU vorgesehen. Brüssel hat als Gegensanktion für bestimmte Agrarprodukte und Lebens- mittel aus den Vereinigten Staaten Importzölle verhängt. Schließlich bekräftigten Juncker und Trump die Absicht, Reformen im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) auf den Weg zu bringen.


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