Die Kuhn Gruppe, Teil des weltweit tätigen Technologiekonzerns Bucher Industries mit Sitz in der Schweiz, hat im Geschäftsjahr 2023 nach zwei starken Vorjahren einen Nachfragerückgang zu spüren bekommen. Im Jahr 2023 erreichte die Kuhn Gruppe einen Umsatz von 1,46 Mrd. Euro (-2,7 % gegenüber 1,51 Mrd. Euro Umsatz im Vorjahr).
Wie der Mutterkonzern mitteilte, ließ im Jahr 2023 das Interesse an Landmaschinen deutlich nach, ausgelöst durch niedrigere Preise für Agrarerzeugnisse, kleinere Erträge aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen sowie hohe Zinsen und teils geringere Subventionszahlungen an die Landwirte. Gepaart mit einer verbesserten Lieferfähigkeit von Landmaschinen führte dies zu ansteigenden Lagerbeständen bei den Händlern, was deren Nachfrage bremste.
Auftragsbestand fiel kleiner aus
Entsprechend sank der Auftragseingang der Kuhn Group gegenüber dem hohen Niveau des Vorjahres deutlich, und zwar um 492 Mio. sfr (525 Mio. Euro) oder 30,5 % auf einen Gesamtwert 1,121 Mrd. sfr (1,197 Mrd. Euro). Nicht besser sah es beim Auftragsbestand aus, der mit 670 Mio. sfr (715 Mio. Euro) um 349 Mio. sfr (373 Mio. Euro) beziehungsweise 34,2 % kleiner ausfiel als 2023. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Betriebsgewinnmarge für 2023 leicht tiefer ausfallen wird als im Vorjahr.
Produktionskapazitäten weniger ausgelastet
Beim Mutterkonzern Bucher Industries ging im Geschäftsjahr 2023 die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen im Rahmen der allgemeinen konjunkturellen Abschwächung zurück. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte waren die Produktionskapazitäten weniger stark ausgelastet. Dennoch konnte der Nettoumsatz das Vorjahresniveau in etwa halten. Eingenommen wurden 3,575 Mrd. sfr (3,817 Mrd. Euro), was gegenüber 2022 ein leichtes Minus von 0,6 % bedeutet. Bucher rechnet damit, dass die Betriebsgewinnmarge und das Konzernergebnis für den Mutterkonzern leicht über den hohen Vorjahreswerten liegen werden.
Weitere Einzelheiten und umfangreichere Informationen zum Geschäftsergebnis 2023 der Kuhn Gruppe will der Konzern Anfang März bekanntgegeben.









