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GKN :

Fusion der Driveline-Sparte mit Dana soll Übernahme abwehren

Sanierer Melrose hatte 10,2 Mrd.-Dollar-Gebot abgegeben

Der britische Zulieferer GKN will seine Autosparte mit dem US-Anbieter Dana zusammenlegen und sich damit gegen die feindliche Übernahme durch den Sanierungsspezialisten Melrose rüsten.

Die Vereinbarung mit Dana bewerte die GKN-Autosparte mit 6,1 Milliarden Dollar inklusive Schulden, teilte der britische Auto- und Rüstungsindustrie-Zulieferer letzte Woche laut Handelsblatt mit.

Die GKN-Aktionäre müssen nun abwägen, ob sie der Vereinbarung mit Dana zustimmen oder das umgerechnet 10,2 Milliarden Dollar schwere Gebot des Sanierers Melrose für den gesamten GKN-Konzern annehmen. Melrose könnte sich nun gezwungen sehen, seine Offerte für GKN zu erhöhen. Die Vereinbarung mit Dana sieht vor, dass GKN seine Autosparte bei dem börsennotierten US-Unternehmen einbringt und die GKN-Aktionäre damit künftig 47,25 Prozent an Dana besitzen. Zudem erhält GKN 1,6 Milliarden Dollar in bar.

GKN spaltet sich derzeit in einen Auto- und einen Luftfahrtzulieferer auf, um die Offerte von Melrose abzuwehren, die das GKN-Management als zu niedrig ablehnt. Der Gesamtkonzern erwirtschaftete 2017 rund 14,46 Mrd. Dollar Umsatz. GKN Driveline ist mit 7,38 Mrd. Dollar der umsatzstärkste Bereich des Unternehmens und hat sich auf die Produktion von Antriebswellen mit Gleichlaufgelenken für Pkw, Sperrdifferentiale und Visco-Kupplungen spezialisiert. In diesem Bereich arbeiten in 23 Ländern weltweit 26.000 Mitarbeiter. Driveline zählt weltweit 46 Produktionsstorte.

In Deutschland entwickelt und baut GKN Driveline unter anderem in Lohmar vor allem Gelenkwellen und mechanische und elektronische Sperrdifferentiale.Diese vertreibt man unter dem Namen Walterscheid. Insgesamt beschäftigt GKN etwa 7.000 Mitarbeiter in Deutschland.


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