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AGCO :

Gewinn deutlich gesteigert – Im ersten Halbjahr allerdings Umsatzrückgang

AGCO: Gewinn deutlich gesteigert – Im ersten Halbjahr allerdings Umsatzrückgang

AGCO fährt mehr Gewinn ein: Fendt 900 Vario hier mit Raupenlaufwerk.

Trotz eines Umsatzrückgangs hat der Landtechnikhersteller AGCO im zweiten Geschäftsquartal 2019 spürbar mehr Gewinn eingefahren als im Vorjahreszeitraum. Wie der Konzern am 31. Juli mitteilte, stiegen die Nettoeinnahmen gegenüber dem Vergleichsquartal 2018 um mehr als die Hälfte auf 140,8 Mio. $ (126,6 Mio. Euro). Der Quartalserlös sank dagegen um 4,5 % auf 2,42 Mrd. $ (2,18 Mrd. Euro).

„Höhere Preise und Initiativen zur Senkung der Materialkosten sowie eine gesteigerte Produktivität trugen zur Verbesserung der Profitabilität im zweiten Quartal bei“, berichtete der AGCO-Vorstandsvorsitzende Prof. Martin Richenhagen. Auf das erste Geschäftshalbjahr bezogen meldete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 2,8 % auf 4,42 Mrd. $ (3,98 Mrd. Euro) bei gleichzeitiger Gewinnsteigerung um 78 % auf 205,9 Mio. $ (185,2 Mio. Euro).

Dabei sind nach Angaben von AGCO die Verkäufe von Landmaschinen in diesem Zeitraum gegenüber 2018 fast durchweg zurückgegangen. So wurden in Nord- und Südamerika 3 % beziehungsweise 11 % weniger Traktoren verkauft. Nur in Westeuropa war ein Zuwachs von 4 % zu verzeichnen, wobei Absatzsteigerungen in Frankreich und Deutschland laut Richenhagen sinkende Verkaufszahlen in Italien und Großbritannien gegenüberstanden. Bei Mähdreschern gingen in Nordamerika 2 % und in Westeuropa 17 % weniger Maschinen in den Markt als im Vorjahr, dafür in Südamerika aber 11 % mehr.

Der Vorstandsvorsitzende verwies auf widrige Wetterbedingungen, die in den USA die Aussaat verzögert und zu einer Verkleinerung der Anbauflächen geführt hätten. In Westeuropa sei dagegen die Hitze für den Produktionsrückgang verantwortlich gewesen. Das sei zwar kurzfristig negativ für das Einkommen und die Maschinennachfrage. Vorhersagen für eine niedrige Produktion und knappe Bestände trieben die Preise aber in die Höhe und könnten somit für höhere Einnahmen sorgen. Während man einerseits die Produktion heruntergefahren und sie so den Marktbedingungen angepasst habe, seien gleichzeitig die Erwartungen an das Gesamtjahr hochgeschraubt worden.

„Wir erwarten in Nordamerika einen Traktorenverkauf auf Vorjahresniveau“, erklärte Richenhagen. Das gleiche gelte für Westeuropa und Südamerika. Langfristig zeigt sich die Konzernspitze mit Blick auf die Rohstoffpreise, das Einkommen der Bauern und das „gesunden Wachstum unseres Industriezweigs“ optimistisch. Die gesteigerten Gewinnprognosen spiegelten das Vertrauen in eine gute Margenentwicklung wider.


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