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Rolls-Royce :

Tochterfirma L‘Orange an Woodward verkauft

Rolls-Royce rechnet sich für Tochterunternehmen bessere Marktchancen unter neuer Führung aus

Rolls-Royce: Tochterfirma L‘Orange an Woodward verkauft

Rolls-Royce verkauft L‘Orange an Woodward.

Der Entwickler, Hersteller und Dienstleister im Bereich Steuerungssystemlösungen und -komponenten, Woodward, übernimmt L‘Orange, ein weltweit führendes Unternehmen auf dem Gebiet der Einspritztechnologie, das bisher zu Rolls-Royce Power Systems gehörte. Die Vorstände und der Aufsichtsrat von Rolls-Royce stimmten dem Vorhaben mit einem Kaufpreis von 700 Mio. Euro zu. Die Transaktion unterliegt der Genehmigung der deutschen Kartellbehörden.

L‘Orange mit Sitz in Stuttgart hat ca. 1.000 Mitarbeiter, die meisten von ihnen sind in Deutschland, aber auch in den USA und China. Auf Proforma-Basis erzielte L‘Orange im Jahr 2017 einen Umsatz von 244 Mio. Euro, ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 74 Mio. Euro, einen bereinigten operativen Gewinn von 64 Mio. Euro und einen Free Cash Flow nach Steuern von 51 Mio. Euro. Woodward mit Sitz in Fort Collins, Colorado, USA, erreichte 2017 einen Umsatz von ca. 2,1 Milliarden US-Dollar und hat ungefähr 7.400 Mitarbeiter weltweit. Der Abschluss der Akquisition wird für das Ende des zweiten Quartals des Jahres 2018 erwartet.

Neuer Name für L‘Orange

Bereits im Januar 2018 bestätigte Rolls-Royce, dass die strategischen Optionen für L‘Orange geprüft werden. Durch den Verkauf werde L‘Orange in der Lage sein, neue Möglichkeiten am Markt zu erschließen, da es fortan nicht mehr direkt mit nur einem Motorenhersteller in Verbindung gebracht werde, heißt es in einer Pressemitteilung. L‘Orange wird bei Woodward im Industrial Segment unter neuem Namen angesiedelt: Woodward L‘Orange.


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