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Group Schumacher :

Aus dem Westerwald auf die Felder der Welt

„Wir feiern die Farben der Ernte“ – unter diesem Motto beging die Group Schumacher im August gleich drei Jubiläen: 40 Jahre EWM, 50 Jahre Gebrüder Schumacher und 190 Jahre Rasspe.

Group Schumacher: Aus dem Westerwald auf die Felder der Welt
Freude über die Jubiläen (von links): Sigrid Schumacher, Florentine Schumacher, Moritz Schumacher, Renate Schumacher, Heinz-Günter Schumacher, Fred Schumacher, Sonia Schumacher, Magdalene Schumacher und Selina Schumacher.

Freude über die Jubiläen (von links): Sigrid Schumacher, Florentine Schumacher, Moritz Schumacher, Renate Schumacher, Heinz-Günter Schumacher, Fred Schumacher, Sonia Schumacher, Magdalene Schumacher und Selina Schumacher.

„Europa, Nordamerika, Südamerika, Australien und Asien, auf einem dieser Kontinente wird immer geerntet“, so Geschäftsführer Fred Schumacher in seiner Festrede anlässlich der drei Firmenjahrestage. Alle drei Unternehmen und Marken – EWM, Gebr. Schumacher und Rasspe – gehören zur Group Schumacher. Diese hat ihren Stammsitz in Eichelhardt. Nachdem die Brüder Gustav und Günter als Landwirte und Lohndrescher in den 1950er Jahren den Ährenheber für Mähdrescher weiterentwickelten und 1965 den ersten Ährenheber mit Schnellverschluss zum Patent anmeldeten, ist das Unternehmen heute mit über 500 Mitarbeitern auf allen Kontinenten der Welt vertreten. In Brasilien, den USA, Russland und ganz neu China, unterhält man eigene Vertriebs- bzw. Fertigungsstandorte. Die Niederlassungen betreuen die Erntetechnikhersteller in den verschiedenen Erdteilen und unterstützen so die regionale Anpassung der Ährenheber, Mähfinger, Messerbalken, Messerantriebe, Klingen, Einfach- und Doppelknoter, um nur einen Auszug der Produktpalette von Gebr. Schumacher, EWM und Rasspe zu nennen. Egal ob Weizen, Soja, Reis, Erbsen mähen, Stroh häckseln oder binden, fast immer ist ein Produkt der Group Schumacher in einer Maschine verbaut daran beteiligt.

Zum Jubiläum in der festlich gestalteten Eichelhardter Werkhalle waren über 350 Kunden, Lieferanten, Dienstleister und Vertreter aus Verbänden und Politik zu Gast. Eine schwungvoll moderierte Show mit Videoeinspielungen und kurzen Reden warf unter dem Motto „40 50 190 Perfect Harvest“ – die perfekte Ernte – einen Blick zurück in die Anfangsjahre des von den Brüdern Gustav und Günter Schumacher gegründeten Unternehmens. „Einfach mal machen – diesen heute von Start ups propagierten Leitspruch haben unsere Väter damals schon beherzigt!“ so Heinz-Günter Schumacher, Sohn von Günter Schumacher, heute mit seinem Cousin Fred, Sohn von Gustav Schumacher, die zweite Generation im Unternehmen. „Mein Vater war ein begeisterter Entwickler. Er war überzeugt von seinen Ideen und hat zusammen mit seinem Bruder viel gewagt“, erinnert sich Fred an den im letzten Jahr verstorbenen Gustav Schumacher. Günter Schumacher verstarb bereits im Jahr 2009. „Als Kinder war unser Betrieb unsere Spielwiese. Wir steckten die Nasen überall rein und ließen uns von der Faszination der Ernte anstecken.“

Auch Verantwortung für das Unternehmen an die Folgegeneration abzugeben, fiel den Gründerbrüdern nicht schwer. Eine Herausforderung, der sich aktuell auch die Cousins Fred – er feierte am Jubiläumstag seinen sechzigsten Geburtstag – und Heinz-Günter (59) stellen: Fred Schumachers Tochter, Selina Schumacher (32) ist neben ihrem Vater Fred und Onkel Heinz-Günter bereits Mitglied der Geschäftsführung der Schumacher Holding sowie der Gebr. Schumacher GmbH. Selina studierte Industriemanagement, war vier Jahre in verschiedenen Unternehmen tätig, bevor sie für die Schumacher Holding für zwei Jahre den Standort in den USA reorganisierte. Ihr Bruder Moritz (25) hat sein Master-Studium beendet und wird zunächst als Projektingenieur für Industrie 4.0 bei externen Unternehmen Berufserfahrung sammeln, bevor er Aufgaben in der Gruppe übernimmt.

Die Werkhalle in Eichelhardt wurde zum Festsaal umfunktioniert.

Die Werkhalle in Eichelhardt wurde zum Festsaal umfunktioniert.

Eine personelle Veränderung gab es auch in der Vertriebsgesellschaft für Europa, Afrika, Asien und Australien der Group Schumacher. In der Schumacher.plus GmbH ergänzt neben dem langjährigen Geschäftsführer und Vertriebsleiter OEM, Arno Dittmar, nun der bisherige Vertriebsleiter Aftermarket Jens Barkmann (36) die Geschäftsführung. Barkmann ist seit 2009 im Schumacher Unternehmensverbund tätig. Dittmar ist bereits seit 2007 für den Vertrieb und seit 2012 in der Geschäftsführung der Vertriebsgesellschaft operativ verantwortlich.

„Was treibt uns?“, fragte Fred Schumacher zum Abschluss seines Vortrags in die Runde. „Es ist der Wille zur Veränderung, der Wille etwas zu lernen, mit etwas zu beginnen. Und wir haben den Rückhalt einer Familie, die zusammenhält.“


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