Magazin Landwirtschaft

DMK :

Maisanbau weitet sich im Norden leicht aus

Mit insgesamt 2,535 Mio. ha fast das Niveau von 2017 erreicht – Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern mit Zuwachs, Bayern mit Rückgang – Auf etwa 41 % der Maisfläche wächst Energiemais

DMK: Maisanbau weitet sich im Norden leicht aus

Ein schlechter Winter lässt den Maisanbau 2018 zunehmen.

Die Maisanbaufläche in Deutschland wird sich 2018 im Vorjahresvergleich wohl kaum verändern. Das ist die aktuelle Einschätzung des Deutschen Maiskomitees (DMK), die auf den Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens Kleffmann Group fußt. Aus den Antworten der 2.018 befragten Maisbauern leitet sich laut DMK eine Maisfläche von 2,535 Mio. ha ab; das wären 7.808 ha oder 0,3 % mehr als 2017. Allerdings könnte es in den Bundesländern zu unterschiedlichen Entwicklungen kommen.

So wird Niedersachsen als größtes Maisanbauland in Deutschland erwartet, dass die Bauern dort das betreffende Areal um 25.631 ha oder 4,5 % auf 594.731 ha ausdehnen. Für Bayern ist laut der Umfrage dagegen von einer Verkleinerung um 20.036 ha oder 4,0 % auszugehen. Mit einer 5,4-prozentigen Vergrößerung des Maisareals rechnet das DMK in Schleswig-Holstein. Mit 4,8 % wird die Zunahme für Mecklenburg-Vorpommern beziffert; hierzu wurden keine absoluten Zahlen genannt.

Die Ausweitung der Anbauflächen geht den Maisexperten zufolge in vielen Regionen auf die sehr ungünstigen Witterungsbedingungen zur Aussaat des Wintergetreides und Winterrapses im Herbst zurück. Auf den Flächen, die damals nicht befahrbar gewesen seien, diene der Mais nun vielfach als Ersatz. Die Landwirte hätten aber auch die Fruchtfolge und innerbetriebliche Gründe, wie einen erhöhten Bedarf an Futter, als Ursache für die Ausdehnung der Maisfläche angegeben.

Den Maisanbau um 4,8 % bis 6,5 % einschränken werden laut der Umfrage neben den Landwirten in Bayern auch die Anbauer in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Was die Nutzung des Getreides anbelangt, wird sich gemäß der Erhebung die Verwendung von Mais zur Energieerzeugung leicht erhöhen. Auf etwa 41 % werde Energie-mais angebaut. Dazu nutzten die Landwirte zu 98 % Silo- und zu 2 % Körnermais. Zum Zwecke der Futtererzeugung ist dem DMK zufolge Silomais auf 983.740 ha oder 39 % des gesamten Areals geplant. Körnermais inklusive Corn-Cob-Mix (CCM) würden die Bauern auf insgesamt gut 500.900 ha oder 20 % der Fläche aussäen.


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