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Bucher/Kuhn :

Trockenheit trübte den Umsatz bisher nicht

In den ersten neun Monaten positive Entwicklung

Eine insgesamt positive Marktstimmung sowie ein nach wie vor gutes Investitionsklima prägten die vergangenen neun Monate des Jahres 2018 für Bucher Industries und damit ihres Landtechnik-Tochterunternehmens Kuhn. In der Landwirtschaft stieg die Nachfrage trotz der wirtschaftspolitischen Spannungen zwischen den USA und China sowie der Trockenheit in Teilen Europas global gesehen leicht an. Der Markt für Landtechnik war im bisherigen Jahr 2018 von regional unterschiedlichen Entwicklungen geprägt: Die Landwirte in den USA hatten weiterhin mit tiefen Getreide- und Milchpreisen zu kämpfen. Strafzölle Chinas beeinträchtigten zudem den Export von amerikanischen Landwirtschaftsprodukten. Die Einkommen der amerikanischen Landwirte waren entsprechend weiter rückläufig, was sich in einer geringen Investitionsbereitschaft äußerte.

Brasiliens Landwirte hingegen profitierten wegen der Zölle auf amerikanischen Agrarerzeug- nisse von einer vorteilhaften Preisentwicklung bei den Sojabohnen. Auch dank des neu definierten Subventionsprogramms der Regierung begannen sie gegen Ende der Berichtsperiode wieder vermehrt in Landmaschinen zu investieren.

In Europa zeigte sich die Milch- und Viehwirtschaft in einem insgesamt guten Zustand, mit einer deutlichen Belebung im wichtigen Markt Frankreich. Die lang anhaltende und starke Trockenheit in einigen Regionen Europas führte einerseits zu teilweise deutlichen Rückgängen in der Getreide- und in der Futtermittelproduktion, andererseits profitierten weniger betroffene Länder von höheren Weizenpreisen. Vor diesem regional unterschiedlichen Hintergrund verzeichnete die Division ein solides Wachstum von Auftragseingang und Umsatz.Der Nettoumsatz der Bucher-Tochter Kuhn erreichte von 1. Januar bis zum 30. September 2018 insgesamt 776,5 Mio. Euro. Damit liegt er nach den ersten neun Monaten um 5,5 % über dem Vorjahr.


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