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Bosch/BASF :

Kooperation erweitert

„Smart Spraying“ soll 2021 marktreif sein

Bosch und die xarvio Digital Farming Solutions von BASF bauen ihre Zusammenarbeit im Bereich digitaler Lösungen für die Landwirtschaft weiter aus. Dazu haben die beiden Unternehmen jetzt ein Projekthaus gegründet, in dem sie die gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten künftig auch räumlich zusammenfassen.

Schon seit 2016 arbeiteten Mitarbeiter von xarvio und Bosch an dem Projekt „Smart Spraying“, einer Technologie zum gezielten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, zusammen, teilte die BASF jetzt mit. Die Markteinführung von „Smart Spraying“ sei für 2021 geplant, und weitere gemeinschaftliche Aktivitäten seien in Vorbereitung. Der Fokus des Smart-Sprayers von xarvio und Bosch liegt nach Angaben der BASF auf dem zielgerichteten Einsatz von Herbiziden zur Kontrolle von Unkräutern. „Smart Spraying“ sei ein intelligentes System, das den Unterschied zwischen Nutzpflanze und Unkraut erkenne und Herbizide gezielt appliziere. Während der Überfahrt erfassten Kameras am Arbeitsgerät flächendeckend den Bewuchs auf dem Feld. Ein intelligentes Spraymanagement werte die Sensorsignale aus und erkenne, ob es sich um eine Nutzpflanze oder um andere Pflanzen handele. Das System steuere daraufhin die Dosierungsdüsen an und das Herbizid werde bedarfsgerecht appliziert; unkrautfreie Bereiche blieben hingegen herbizidfrei. Der gesamte Vorgang – also finden, erkennen und spritzen – dauere nur wenige Millisekunden und erfolge in einem einzigen Arbeitsschritt.

Laut BASF konzentriert sich Bosch bei der Forschungs- und Entwicklungskooperation auf die Kamerasensorik, die Steuergeräte und die Konnektivität des Systems. In der täglichen Praxis auf dem Feld sei „Smart Spraying“ mit dem xarvio Field Manager verbunden, der auf Basis unterschiedlicher Parameter festlege, welches Pflanzenschutzmittel die jeweilige Anbaukultur in welcher Menge exakt benötige.


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