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Börger :

Neue Generation Drehkolbenpumpen

Verbesserte Wirkungsgrade und höhere Energieeffizienz

Börger: Neue Generation Drehkolbenpumpen

Für Flüssigkeiten mit hohem Faserstoffanteil gibt es jetzt neu gestaltete Metalldrehkolben. Die Abbildung zeigt am Drehkolben abgelagerte Fasern, die sich verstärkt in den Nuten (dunkelbraun), die in den Kolben eingearbeitet sind, anlagern. So dichten sie den Raum zwischen Drehkolben und Pumpengehäuse ab.

Auf der Agritechnica zeigt Börger erstmal die neue Generation der Blueline Drehkolbenpumpe. Geschäftsführerin Anne Börger-Olthoff erklärt: „Wir arbeiten stetig an Verbesserungen unserer Produkte. In die neue Generation unserer Blueline Pumpe sind viele kleine Innovationen eingeflossen, die in Summe eine deutliche Verbesserung ausmachen.“ Einige technische und konstruktive Anpassungen stammen aus der aktuellen Generation der ONIXline Industriepumpe.

Die neue Blueline Pumpe ist mit einer vergrößerten Zwischenkammer ausgestattet. Die Kammer wird mit einem Kontroll- und Konservierungsmittel gefüllt, welches die Dichtungen kühlt und schmiert. Im Falle eines Dichtungsdefektes schützt die Zwischenkammer das Getriebe vor dem Eindringen des Fördermediums. Austretende Flüssigkeit gerät drucklos in den großvolumigen Quenchraum und kann durch den Überlauf entweichen. Bei speziellen Anwendungen kann die Zwischenkammer auch komplett offen bleiben. „Die vergrößerte Zwischenkammer bietet Platz für viele unterschiedliche Dichtungen. So sind wir bei der Auswahl des Gleitringdichtungssystems noch flexibler“, so Börger-Olthoff. Mit Hilfe eines Strömungssimulationsprogrammes und zahlreichen Test am betriebseigenen Teststand wurde die Kontur der zweiflügeligen Drehkolben optimiert. Die breite Dichtfläche und eine ideale Wendelung zum Gehäuse sorgen laut Börger für eine schonende Förderung und niedrige Restpulsation.

Für die größeren Pumpen bietet Börger seine patentierten Drehkolben mit abnehmbaren Elastomer-Dichtleisten an. Im Verschleißfall müssen bei dieser weltweit einzigartigen Technik lediglich die Dichtleisten erneuert werden.

Zur Förderung von Flüssigkeiten mit hohem Faserstoffanteil empfiehlt Börger große Pumpen mit verhältnismäßig niedriger Drehzahl. Speziell für diese Einsätze hat Börger gewendelte Premium-Profil-Metalldrehkolben entwickelt. Diese Kolben haben an den vom Material beanspruchten Flächen eingearbeitete Nuten. In die Nuten setzen sich Faserstoffe, die den Raum zwischen Drehkolben und Pumpengehäuse abdichten. Dieser teilweise Rundum-Faserstoff-Verbund sorgt für stark reduzierte Reibung zwischen Drehkolben und Gehäuse und geringere Rückströmungen. Verschleißteil ist hier der Faserstoff, der sich immer wieder erneuert. Das Resultat sind deutlich längere Standzeiten bei niedrigerem Energiebedarf.

Maintenance in Place

Im Falle einer Wartung ist ein Zugriff zu den mediumberührten Teilen durch den Schnellschlussdeckel der Pumpe möglich. Börger nennt dieses Konzept „Maintenance in Place“ (MIP), da sämtliche Wartungsarbeiten ohne eine Rohrleitungs- und Antriebsdemontage am Standort der Pumpen vorgenommen werden können. Das Konzept vereinfacht die Wartungsarbeiten und spart dem Betreiber der Pumpe viel Zeit.

Die Börger GmbH aus Borken-Weseke baut seit mehr als 30 Jahren feststoffunempfindliche Drehkolbenpumpen für Landwirtschaft, Biogasanlagen und industrielle Anwendungen. Börger Pumpen gibt es in den Pumpenserien Onixline und Blueline. Die 24 Pumpengrößen fördern zwischen 1 und 1.500 m³ pro Stunde. Börger fertigt jede Pumpe im Baukastenprinzip individuell für den jeweiligen Einsatzfall.

Halle 23, Stand B04


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