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Technikgeschäft war 2023 noch stabil

Einstieg in die Agri-Photovoltaik – Aktuelles Marktumfeld mit „einigen Herausforderungen“

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Bei der ZG Raiffeisen ist man allen Unwägbarkeiten zum Trotz optimistisch, was das Geschäftsjahr 2024 angeht. „Nach einem schleppenden Jahresstart und einem insgesamt verhaltenen ersten Quartal hat sich das Geschäft im zweiten Quartal teilweise stabilisiert“, sagte Dr. Holger Löbbert, Vorstand bei der ZG Raiffeisen, auf der diesjährigen Bilanz-Pressekonferenz. Das aktuelle Marktumfeld stelle das Unternehmen zwar „vor einige Herausforderungen.“ Aber „wir haben gute Gründe, um zuversichtlich in die Zukunft zu schauen.“

ZG Raiffeisen rechnet für 2024 mit einem im Vergleich zum Vorjahr etwas schwächeren operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 4 und 5 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr 2023 lag das EBIT bei 7 Mio. Euro, 2022 noch bei 12 Mio. Euro.

Der Jahresüberschuss ist auf 16,4 Mio. Euro gestiegen, der Dividendenvorschlag von drei Prozent stabil. Auch die Warenrückvergütung an die Mitglieder der Genossenschaft liegt stabil bei 1,5 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss profitierte vom Teilverkauf des Energiegeschäfts mit Brenn- und Kraftstoffen an ein Joint Venture mit der Hoyer-Gruppe.

Im Geschäftsbereich Agrar gab es bei der Getreidevermarktung ebenso wie beim Betriebsmittelhandel eine „deutliche Abkühlung“, allerdings nach einem Ausnahmejahr 2022. Der Umsatz sank von 444,4 Mio. auf 409 Mio. Euro. Dieser Rückgang war „im Wesentlichen preisbedingt“. Die Technik-Sparte konnte ihren Umsatz im Jahresvergleich um fast drei Prozent steigern, weil Landwirte weiter Investitionen tätigten und die Werkstätten gut ausgelastet waren. Der Umsatz der Techniksparte stieg im Vergleich zum Vorjahr um exakt 2,9 Prozent auf 259,8 Mio. Euro. „Da der Absatz von Neumaschinen jedoch konjunkturellen Schwankungen unterliegt, konstatieren wir mit großer Zufriedenheit auch eine Steigerung im Reparatur- und Servicebereich“, so Vorstand Löbbert. Im vergangenen Jahr waren in Heitersheim und Mühlhausen zwei neue Niederlassungen eröffnet worden. Mehr als 500 Mitarbeitende an knapp 50 Standorten sind im Vertriebsgebiet Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie im Elsass für die ZG Raiffeisen Technik aktiv.

Gut liefen auch die Drohnen-Dienstleistungen. Hier habe ZG Raiffeisen mittlerweile bundesweit rund 40.000 Hektar Mais in der Bewirtschaftung. Die Drohnen bringen Nützlinge gegen den Maiszünsler aus. Auch Untersaat im Ackerbau wird auf rund 1.000 Hektar mittlerweile mit Drohnen ausgebracht. Künftig kann sich Löbbert eine Ausweitung auf den Weinbau, insbesondere im Steilhang, vorstellen.

Einstieg in die Agri-Photovoltaik

Hier hat ZG Raiffeisen bislang vor allem auf kleinere Anlagen bis 30 KWp für private Abnehmer gesetzt und steigt nun in das Geschäft mit mittleren Anlagen bis 1.000 KWp ein sowie in die Agri-Photovoltaik. Zunächst werden die eigenen Immobilien mit Dachanlagen bestückt. Zudem sei man im Gespräch über Agri-PV-Projekte. Aufgeständerte Solarmodule sieht Löbbert vor allem über Sonderkulturen im Obst- und Gemüsebau als Chance, nicht hingegen im klassischen Ackerbau. Dieses Jahr dürften aber noch keine Projekte starten. Freiflächenanlagen sind hingegen kein Thema. ZG Raiffeisen möchte den Trend, landwirtschaftliche Flächen zugunsten von Photovoltaik aus der Produktion zu nehmen, nicht unterstützen.


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