Die ZG Raiffeisen mit Hauptsitz in Karlsruhe musste 2024 beim Geschäftsergebnis einen kräftigen Einbruch hinnehmen. Wie das Unternehmen am 6. Mai bei der Bilanzpressekonferenz berichtete, fiel das Ergebnis vor Steuern (EBT) mit 9,0 Mio. Euro um 11,8 Mio. Euro oder 56,7 % kleiner aus als im Vorjahr. „Wichtig zu berücksichtigen ist hierbei, dass wir im Jahr 2023 einen einmaligen Sondereffekt durch den 40-prozentigen Anteilsverkauf unserer Tochterunternehmen ZG Raiffeisen Energie und Honeck-Waldschütz-Energie hatten“, erläuterte das Management.
Weniger deutlich war der Rückgang beim Umsatz, der eine Gesamtsumme von 1,371 Mrd. Euro erreichte; das war gegenüber 2023 ein Rückgang von 79,5 Mio. Euro beziehungsweise 5,5 %. Der Konzernjahresüberschuss belief sich auf 1,7 Mio. Euro, im Vergleich zu 2023 bedeutete dies ein Minus von 89,6 %.
Ein schwieriges Jahr hat Unternehmensangaben zufolge die Sparte Agrar hinter sich. Der Umsatz ist hier demnach preisbedingt um 8,6 % auf 374 Mio. Euro gesunken. Zwar sei es gelungen, die Verkaufsmengen zumindest teilweise leicht zu steigern, allerdings bei deutlich geringeren Handelsmargen, erklärte die ZG Raiffeisen. Die Ursache für die Ergebnisabweichung liege zum einen im fehlenden Rohertrag, der sich über alle Produktgruppen erstrecke, zum anderen in deutlich gestiegenen Kosten.
Die Technik-Gruppe hat laut Unternehmensführung nach deutlichen Umsatz- und Ergebniszuwächsen in den vergangenen Jahren auch 2024 ein „ordentliches Geschäftsjahr“ verzeichnen können. Der Absatz von Neumaschinen und Anbaugeräten ist demnach auf einem hohen Niveau geblieben, und die Werkstätten haben sich positiv entwickelt. Mit 261,4 Mio. Euro lag der Umsatz dem Unternehmen zufolge sogar um 0,6 % über dem Vorjahresniveau.
Die Sparte Tiernahrung erzielte im Jahr 2024 Erlöse von 70,1 Mio. Euro, womit der Wert des Jahres 2023 um 10,3 % unterschritten wurde. Mit einer Portion Optimismus blicken die Vorstände der ZG Raiffeisen, Lukas Roßhart und Dr. Holger Löbbert, auf das laufende Geschäftsjahr 2025.
Besserung erwartet
Sie erwarten ein im Vergleich zum Vorjahr besseres Ergebnis mit einem Jahresüberschuss von rund 5 Mio. Euro. Erfreulich sei, dass die ergriffenen Maßnahmen im Vertrieb und zur Kostensenkung in den ersten Monaten dieses Jahres ihre Wirkung zeigten, so die beiden Vorstände. Auch das Agrargeschäft habe sich gegenüber 2023 in den ersten Monaten besser entwickelt. Allerdings belaste die lange Trockenheit die Geschäftsentwicklung im laufenden zweiten Quartal. Vieles sei vom Ernteverlauf abhängig, was einen Ausblick erschwere.















