Magazin Landtechnik

Wintersteiger :

Konzernumbau zahlt sich aus

Die Wintersteiger Gruppe wächst 2017 bei Umsatz um 10% und beim Ergebnis um 30%. Das Geschäft mit Parzellenmähdreschern für Versuchsbetriebe schwächelt allerdings.

Wintersteiger: Konzernumbau zahlt sich aus

Blick auf Produktion und Montage der Parzellenmähdrescher.

2017 erzielte der österreichische Wintersteiger-Konzern einen Rekordumsatz von 154 Mio. Euro und ein Ergebnis vor Steuern von 7,8 Mio. Euro Der Vorstand geht für 2018 davon aus, dass der Gruppenumsatz weiter an Dynamik gewinnen wird. Nach Unternehmensangaben zahlen sich damit der Konzernumbau aus dem Jahr 2015 und die Ausrichtung auf Wachstum aus.
Die Sparten entwickelten sich so:

  • Das mit mehr als 62 Mio. Euro Umsatz größte Geschäftsfeld Sports konnte 2017 zum dritten Mal in Folge kräftig zulegen und einen weiteren Rekord einstellen. Wintersteiger ist dabei seit Jahren weit mehr als ein Maschinenbauer und bedient den Sportfachhandel und Skiverleih als Komplettausstatter.
  • Woodtech erlebte 2017 ein Wachstum, sowohl im Bereich Sägewerkzeuge als auch Maschinen und Anlagen, das zu einem Rekordumsatz in Höhe von 28 Mio. Euro führte.
  • 2017 war für das Geschäftsfeld Seedmech ein weiteres Jahr der Marktkonsolidierung mit einem Umsatz von 33 Mio. Euro. Hierzu hat insbesondere die weiterhin verhaltene Nachfrage globaler Großkunden nach Feldversuchstechnik beigetragen. Im 2. Halbjahr verbesserten sich die Auftragseingänge deutlich.
  • Die Sparte Metals hat im vergangenen Jahr einen Wachstumssprung von knapp 50% erreicht und wuchs auf einen Umsatz von 27 Mio. Euro. Die deutsche Tochterfirma Kohler Maschinenbau GmbH konnte in allen Marktsegmenten stark zulegen. Das Geschäft mit Entgratmaschinen (Paul Ernst Maschinenfabrik GmbH) wurde an einen Mitbewerber veräußert.
  • Im Geschäftsfeld Automation hat die österreichische Tochtergesellschaft Gruber Automations GmbH mit 4 Mio. Euro doppelt so viel wie im Vorjahr umgesetzt.

Wintersteiger beschäftigte 2017 etwa 892 Mitarbeiter, davon 521 in Österreich. Das sind etwa gleich viele wie im Vorjahr. Für 2018 plant die Gruppe einen deutlichen Personalaufbau in fast allen Bereichen, ganz besonders bei Vertrieb, Kundendienst und Technik.

Aktuell wird das Werk für Sägewerkzeuge im deutschen Arnstadt um 50% erweitert und die Logistikfläche am US Headquarter in Salt Lake City ausgebaut. Außerdem hat Wintersteiger 2017 erneut mehr als EUR 10 Mio. in Forschung und Entwicklung investiert. Um die Wachstumsstrategie noch schneller umsetzen zu können, ist der Konzern ganz gezielt an Partnerschaften und Übernahmen interessiert, die die Geschäftsfelder ergänzen.


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