Magazin Wirtschaft

Weißrussland :

Mehr Traktoren exportiert

Auslandsabsatz von Landmaschinen entwickelte sich unterschiedlich

Die weißrussischen Landtechnikhersteller haben im vergangenen Jahr mehr Schlepper ins Ausland verkauft als 2016. Nach Angaben des Statistischen Amtes in Minsk wurden insgesamt 32.700 Traktoren ausgeführt; das waren 11,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die daraus resultierenden Exporterlöse legten um 20,7 Prozent auf 511 Mio. $ (415 Mio. Euro) zu. Bei einer Gesamtproduktion von 38.200 Schleppern wurden rund 85 Prozent der hergestellten Zugmaschinen im Ausland abgesetzt.

Größter internationaler Kunde für weißrussische Traktoren war Russland. Dorthin wurden 2017 insgesamt 12.669 Fahrzeuge im Wert von 218 Mio. $ (177 Mio. Euro) verkauft. Wertmäßig an zweiter Stelle rangierten die Abnehmer in der Europäischen Union, die für 3.293 bestellte Schlepper 54 Mio. $ (41 Mio. Euro) zahlten. Das Handelsvolumen mit den Mitgliedstaaten hat gegenüber 2016 mengen- und wertmäßig um rund ein Drittel zugelegt. Noch etwas größer fiel die Wachstumsrate beim Absatz von weißrussischen Traktoren in Pakistan aus. Der Export dorthin legte im Vorjahresvergleich um 42 Prozent auf 4.845 Stück zu; die Ausfuhreinnahmen stiegen dabei um 45 Prozent auf fast 47 Mio. $ (38 Mio. Euro). Merklich abgekühlt haben sich dagegen die Geschäfte mit der Ukraine. Die Verkäufe in das südliche Nachbarland nehmen um 29 Prozent auf 4.597 Stück ab.

Einen vermehrten Auslandsabsatz konnten die weißrussischen Landtechnikhersteller 2017 auch bei Mähdreschern verzeichnen. Die Verkäufe an internationale Kunden legten im Vorjahresvergleich um 45 Prozent auf 333 Maschinen zu; die entsprechenden Exporterlöse verdoppelten sich sogar auf gut 22 Mio. $ (18 Mio. Euro).

Gut gefragt waren zudem angehängte Mäher aus weißrussischer Produktion, deren Auslandsabsatz binnen Jahresfrist um rund die Hälfte auf 4173 Stück stieg. Rückläufig waren dagegen die Verkaufszahlen für Scheibeneggen, und zwar um 30 Prozent auf 249 Geräte. Bei Düngerstreuern musste ein Exportrückgang von 20 Prozent auf 711 Stück verschmerzt werden.


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