Im Rahmen des Pilotprojekts „Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) im Herdenschutz“, das beim Landwirtschaftlichen Bildungszentrum (LBZ) in Echem durchgeführt wird, haben sich die FÖJler mit der Frage beschäftigt, wie es mit dem Schutz von Weidetieren vor dem Wolf unter den Weidetierhaltern bestellt ist. Dafür wurde im Frühjahr 2023 eine Online-Befragung zum Thema „Weidetierhaltung und Herdenschutz“ durchgeführt.
An der Befragung zur Weidetierhaltung und zum Herdenschutz nahmen insgesamt 688 Personen teil, hauptsächlich aus Niedersachsen. Mehrfachnennungen und das Überspringen von Fragen waren möglich.
Von den Teilnehmenden waren 59 % weiblich und 34 % männlich. Die meisten Teilnehmer waren zwischen 50 und 64 Jahre alt.
Von den 688 Teilnehmenden übten 350 (51 %) die Tierhaltung als Hobby, 195 (28 %) als Nebenerwerb und 141 (21 %) als Haupterwerb aus. Über 60 % der Befragten gaben an, Pferdehalter zu sein, 36 % Rinderhalter, 18 % halten Schafe, dabei waren auch Mehrfachnennungen.
Zur Zäunung: 34 % aller Befragten verwenden Mobilzäune, die große Mehrheit zäunt ortsfest. Bei den mobilen Zäunen werden zu etwa 30 % mobile Litzensysteme und ebenfalls zu etwa 30 % Stromnetze in verschiedenen Höhen eingesetzt. Ortsfeste Zäunungen werden bei der Mehrheit der Befragten als reine Elektrozäune oder Holzzäune mit zusätzlicher Elektrifizierung betrieben.
Auf die Frage, ob sie Bedarf sehen, die aktuelle Zäunung aufzustocken und dementsprechend zu handeln, gaben die Teilnehmenden folgendes an: 40 % „Ja, ich sehe Bedarf und werde aufrüsten“; 35 % „Ja, ich sehe Bedarf, werde aber nichts tun“; 24 % „Nein, ich sehe keinen Bedarf“.













