Waldprämie - Auszahlung läuft an

Förderrichtlinie im Bundesanzeiger veröffentlicht – Die „Nachhaltigkeitsprämie“ beträgt 100 Euro pro Hektar – Auszahlung bis Ende 2021 – 500 Millionen Euro aus dem Corona-Konjunkturpaket

Waldprämie: Auszahlung läuft an

Insgesamt stehen 500 Mio. Euro aus dem Corona-Konjunkturpaket zur Verfügung.

Grünes Licht für die Auszahlung der Waldprämie: Die von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner gezeichnete Förderrichtlinie ist am 20. November im Bundesanzeiger veröffentlicht worden. Die Hilfen können damit abgerufen werden. Für die sogenannte „Nachhaltigkeitsprämie“ stehen insgesamt 500 Mio. Euro aus dem Corona-Konjunkturpaket zur Verfügung.

Voraussetzung für den Erhalt der Prämie ist eine Nachhaltigkeitszertifizierung der Waldfläche nach den Kriterien des Paneuropäischen Forstzertifikats (PEFC) oder des Forest Stewardship Council (FSC). Die Zertifizierung kann bis zum 30. September 2021 nachgereicht werden. Eine Auszahlung der Prämie erfolgt, wenn die Zertifizierung vorliegt.

Bis Oktober 2021 beantragen

Die Nachhaltigkeitsprämie beträgt 100 Euro pro Hektar und richtet sich an private und kommunale Waldbesitzer mit einer Waldfläche von mindestens einem Hektar. Anträge können natürliche und juristische Personen bis zum 30. Oktober 2021 stellen. Die Antragstellung erfolgt in einem Online-Formular auf der Webseite www.bundeswaldpraemie.de.

Die Auszahlung der Prämie muss bis Ende 2021 abgeschlossen sein. „Mit der Nachhaltigkeitsprämie geben wir den Wäldern und der Forstwirtschaft eine Perspektive in schweren Zeiten“, erklärte Klöckner. In Wald investiertes Geld sei gut angelegt, denn, so die Ministerin, „es sind unsere Forstwirte und Waldbesitzer, die den Erhalt und den klimaangepassten Umbau des Waldes gestalten“. Sie leisteten viel für den Klimaschutz, hätten durch den Klimawandel jedoch nun selbst erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten und seien teilweise in der Existenz bedroht. Ihnen greife die Bundesregierung mit der Prämie unter die Arme. Die Freigabe der Mittel wurde in der Unionsfraktion mit Erleichterung aufgenommen. Die Waldbesitzer begrüßten die Entscheidung. Umweltverbände übten dagegen Kritik.

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