Magazin Landtechnik

Vogelsang :

Güllemanagement wirtschaftlich gestalten

Schweinemastbetrieb im Münsterland setzt bewusst auf die Schleppschlauchtechnik

Vogelsang: Güllemanagement wirtschaftlich gestalten

Für die Gülleausbringung setzen die Schweinemastbetreiber ein Vogelsang-Schleppschlauchgestänge mit 15 Meter Arbeitsbreite ein.

Dirk und Hubert Schulze Roberg bringen die Schweinegülle in den stehenden Bestand aus.

Dirk und Hubert Schulze Roberg bringen die Schweinegülle in den stehenden Bestand aus.

Die Vorgaben der Düngeverordnung für die Gülleausbringung haben sich im Zuge der Novellierungen in den letzten Jahren immer weiter verschärft: Sperrfristen wurden verlängert, Emissionswerte fixiert und Ausbringtechniken streng reguliert. Um das Güllemanagement zukunftsfähig und wirtschaftlich aufzustellen, kommt es auf eine schlagkräftige Ausbringtechnik an, die zur Betriebsumgebung passt. „Die Beschaffenheit der Gülle, die Bodenverhältnisse und primär der Pflanzenbestand nehmen maßgeblichen Einfluss darauf, welches Ausbringverfahren am besten geeignet ist. Erst mit einer individuell geplanten und leistungsstarken Ausbringtechnik steigern Landwirte und Lohnunternehmer die Wirtschaftlichkeit in der Gülleausbringung“, sagt Henning Ahlers, Leiter Vertrieb Agrartechnik Deutschland der Vogelsang GmbH & Co. KG.

Bodennahe Gülleablage

Um die für sie passende Gülleausbringtechnik zu finden, analysierten die Schweinemastbetreiber Dirk und Hubert Schulze Roberg aus dem Münsterland die örtlichen Gegebenheiten genau: Ackerbau, Schweinemast, sandige Böden und arrondierte Flächen. Aufgrund dieser Voraussetzungen entschieden sich die Schweinemäster für ein Schleppschlauchgestänge von Vogelsang mit 15 Metern Arbeitsbreite. Eingesetzt wird die Technik unter anderem zur Stickstoffgabe entsprechend des berechneten Düngebedarfs im Frühjahr. Hier wird die Schweinegülle in den stehenden Bestand ausgebracht. Die stabilen Endschläuche des Schleppschlauchsystems teilen die Pflanzen und legen die Gülle bodennah darunter ab. Die durchdachte Schlauchverlegung unterstützt eine präzise und gleichmäßige Verteilung der Nährstoffe. Diese technischen Details ermöglichen eine optimale Nährstoffversorgung – und zwar dort, wo die Pflanze sie benötigt. Robuste Rahmenkonstruktionen sorgen dabei für die Langlebigkeit der Schläuche.

Die beiden Landwirte haben sich bewusst für den Schleppschlauch und gegen die Schleppschuhtechnik entschieden.

Die stabilen Endschläuche des Schleppschlauchsystems teilen die Pflanzen und legen die Gülle bodennah ab.

Die stabilen Endschläuche des Schleppschlauchsystems teilen die Pflanzen und legen die Gülle bodennah ab.

Ja zum Schleppschlauch

Zwar hätten sie für die Anschaffung eines Schleppschuhverteilers Fördermittel erhalten, doch befürchteten die Schweinemäster, die Verteilung der Gülle könnte zu ungleichmäßig sein, wenn sich an den verjüngten Ausgängen beispielsweise Ohrmarken festsetzen. Zudem sind die Wartungskosten beim Wechsel der Schuhe deutlich höher im Vergleich zum Wechsel der Schlauchenden. Auch ackerbauliche Nachteile wie hoher Schardruck oder mögliche Schäden am Pflanzenbestand sprachen gegen die Schleppschuhtechnik. Schulze Roberg: „Auf das Anschlitzen des Bodens und der damit verbundenen Gefahr, die Pflanzen zu verletzen, können wir dank der präzisen Gülleausbringung mittels Schleppschlauchtechnik verzichten.“

Vorschau EuroTier: Zentrale Komponenten in der Gülleausbringung

Neben einer schlagkräftigen Ausbringtechnik kommt es beim effizienten Güllemanagement auch auf zentrale Komponenten wie Zerkleinerungs- und Pumpsysteme an. So stellt Vogelsang auf der EuroTier beispielsweise die Weiterentwicklung des Nasszerkleinerers RotaCut RCX vor, der mit seiner Schneidleistung und hohen Abscheidewirkung für eine zuverlässige Zerkleinerung von Faser- und Grobstoffen sorgt und so eine störungsfreie Gülleverwertung sicherstellt. Mit seinen leistungsstarken Gülleausbringtechniken und innovativen Komponenten bietet Vogelsang ein umfassendes Lösungsportfolio für das wirtschaftliche Güllemanagement – von der Förderung der Gülle bis hin zur präzisen, emissionsarmen Verteilung und nährstoffeffizienten Nutzung.

Halle 27, Stand A38 (Landtechnik)

Halle 25, Stand G18 (Biogastechnik)


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