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Magazin Wirtschaft

VDMA :

Produktionsprognose 2021 auf plus zehn Prozent erhöht

Maschinenproduktion wächst in den ersten vier Monaten um sechs Prozent – Lieferengpässe verursachen viel Arbeit und begrenzen höheres Wachstum – Corona streut weiter Sand ins Getriebe

VDMA: Produktionsprognose 2021 auf plus zehn Prozent erhöht

Im April legten die Orders aus dem Inland im Maschinenenbau überproportional um 60 Prozent zu.

Stark steigende Auftragseingänge, eine bessere Auslastung der Kapazitäten und ein Produktionsplus von real 6,0 Prozent in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres: Die konjunkturelle Dynamik im Maschinen- und Anlagenbau gewinnt zunehmend an Fahrt. „Eine ungewöhnlich niedrige Vorjahresbasis, aber auch eine weltweit kraftvolle Industriekonjunktur verhelfen uns zu hohen Wachstumsraten. Zudem profitiert der Maschinen- und Anlagenbau von umfangreichen Konjunktur- und Wachstumspaketen in wichtigen Absatzmärkten“, sagte VDMA-Präsident Karl Haeusgen in einem Pressegespräch des Clubs Wirtschaftspresse München.

Deshalb erhöht der VDMA die reale Produktionsprognose für 2021 von bisher real plus 7 Prozent auf nun plus 10 Prozent. Stärke und Breite des Aufschwungs hätten jedoch vielfältige Produktionsbehinderungen zur Folge, erläuterte Haeusgen. „Speziell Lieferengpässe machen uns nicht nur viel Arbeit, sondern bremsen auch unser Wachstum. Außerdem ist noch an vielen Stellen pandemiebedingt Sand im Getriebe, der uns zum Beispiel in Form von Reisebeschränkungen trifft”, betonte er.

Auftragseingang im April 2021 sehr erfreulich

Im April sind die Bestellungen im Maschinen- und Anlagenbau real um außergewöhnliche 72 Prozent gestiegen. Dabei legten die Orders aus dem Inland um 60 Prozent und aus dem Ausland sogar um 78 Prozent zu. Aus den Euro-Staaten kamen im April 81 Prozent mehr Bestellungen, die Nicht-Euro-Länder steigerten ihre Orders um 77 Prozent. „Für diese hohen Zuwächse spielt der Basiseffekt eine entscheidende Rolle: Im April 2020 verbuchten die Unternehmen als Folge der Pandemie ein besonders kräftiges Auftragsminus von 31 Prozent“, erläuterte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

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