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Magazin Landtechnik

VDMA :

Digitale Landwirtschaft wird erwachsen

Landwirte und Lohnunternehmer aus aller Welt begeisterten sich auf der Branchenleitmesse Agritechnica vom 12. bis 18. November für vernetzte Maschinen und intelligente Softwaresysteme. Die gesamte Wertschöpfungskette wird immer mehr rechnergestützt, stellt der VDMA fest.

VDMA: Digitale Landwirtschaft wird erwachsen

Die Vernetzung von Landmaschinen schreitet immer stärker voran.

„Digitale Hightech-Lösungen haben das Prototypenstadium hinter sich gelassen“, sagt der VDMA-Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer nach Abschluss der Agritechnica 2017. Ein Beispiel: Neue Verfahren zur Applikation von Pflanzenschutzmitteln arbeiten nicht nur zentimetergenau, sondern nehmen jede Pflanze einzeln in den Fokus. Doch die Algorithmen-basierte Landwirtschaft kann noch mehr: Zustandsanalyse, Ausbringung und Dokumentation gehen Hand in Hand, wenn Farm-Management-Systeme zum Einsatz kommen. Digital Farming begründet eine völlig neue Form der Prozesssteuerung und -kontrolle.

Einer aktuellen VDMA-Studie zufolge spielen digitale Möglichkeiten für gut zwei Drittel der Ackerbaubetriebe in Deutschland eine entscheidende Rolle in ihrer Investitionsplanung. „Die deutschen Landwirte sind allerdings nicht die einzigen Digital-Pioniere. Die Transformation des Agribusiness ist weltweit sichtbar, auch in Schwellenländern“, sagt Scherer.

Auch sonst ist die Stimmung in der Agrartechnikindustrie ist auf ein Höchstniveau gestiegen. 94 Prozent der befragten Unternehmen sehen Westeuropa derzeit als Spitzenreiter der globalen Landtechnikmärkte, so das Ergebnis der im Messeumfeld durchgeführten VDMA-Ausstellerbefragung. Ähnlich optimistisch bewerten die Befragten die Lage in Osteuropa, wo auch im kommenden Jahr eine vielversprechende Marktentwicklung erwartet wird. Lediglich für Nordamerika fällt die Bewertung etwas verhaltener aus. „Doch auch hier rechnen 65 Prozent der befragten VDMA-Mitglieder mit einer zügigen Rückkehr in die Pluszone“, erläutert Scherer.   

Der Weg nach Hannover habe sich für die Landmaschinenindustrie wieder einmal gelohnt, betont Scherer. Satte 95 Prozent der Unternehmen geben der Agritechnica 2017 die Schulnoten gut oder sehr gut. Eine immer wichtigere Rolle spiele „das internationale Gesicht“ der Messe. „Dass heute 60 Prozent der Aussteller einen internationalen Hintergrund haben, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Auf lange Sicht wird nur derjenige erfolgreich sein, der sich auf internationalem Parkett bewegen kann“, sagt Scherer.


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