Magazin Wirtschaft

VDMA :

Baumaschinenhersteller verhalten optimistisch

Branchenvertreter erwarten Umsatzrückgang von drei bis fünf Prozent in diesem Jahr auf einem insgesamt stabilen Niveau

Einmal jährlich tagt die VDMA Fachgruppe Baumaschinen im Januar, um operative Themen und Projekte für das laufende Jahr zu besprechen. Wirtschaftlich gesehen befindet sich die Branche immer noch auf dem Rekordniveau von 2018. Der Branchenumsatz entspricht 2019 dem Vorjahreswert. Die Prognose eines Wachstums von 3 bis 5 % ist nicht eingetroffen, der zyklische Abschwung setzte schon früh mit den Straßenbaumaschinen ein. Deren Rückgang von minus 12 % beim Umsatz und minus 21 % beim Auftragseingang konnte das leichte Plus bei den Hochbau- und Erdbewegungsmaschinen nicht kompensieren.

Für die Hersteller am Produktionsstandort Deutschland liegt der Inlandsumsatz bei 4,3 Mrd. Euro und übertraf damit alle Erwartungen. Der Export konnte hier nicht ganz mithalten und ging mit 8,0 Mrd. Euro um 1 % zurück. Außer in Deutschland setzte nach der bauma 2019 zur Jahresmitte hin die Trendwende ein, ohne die Türkei und Russland liegt das Wachstum in Europa bei 7 %. Der Nahe und Mittlere Osten schneidet mit minus 25 % vor allem wegen der Türkei sehr schlecht ab, für 2020 erwartet die Branche dort keine Erholung. Auch in Russland ist trotz eines Plus von 5 % kein Boom zu erwarten. Nordamerika erreichte 2019 mit einem schlechten vierten Quartal dennoch ein gutes Ergebnis von 3 % plus, der südamerikanische Markt wuchs um 6 %, im Vergleich zu anderen Märkten ist er allerdings instabil. China ist weiterhin der größte Baumaschinenmarkt der Welt und legte im vergangenen Jahr um 8 % zu. Auch hier hat sich das Wachstum bereits abgeschwächt. Nicht zuletzt ist die Zolleskalation ein Grund dafür, bei der es am Ende nur Verlierer geben kann.

Ausblick 2020

Die Vertreter der Baumaschinenhersteller rechnen bei der Entwicklung des Branchenumsatzes am Produktionsstandort Deutschland mit einem Minus von insgesamt 3 bis 5 % für dieses Jahr. „Wir sind immer noch auf einem Allzeithoch trotz der Trendwende. Wir sehen eine gesunde Entwicklung, weil es keine großen Schwankungen, sondern nur einen moderaten Rückgang gibt. Dabei entwickeln sich die einzelnen Sparten nicht gleichmäßig“, fasste Franz-Josef Paus, Vorsitzender des Fachverbands Baumaschinen und Baustoffanlagen, die Situation zusammen. Insgesamt bleibe die Bauindustrie in Deutschland und Europa stabil.

Diese Zuversicht spiegelt sich auch im CECE Business Climate Index wider, einem Frühindikator für die wirtschaftliche Stimmung. Während von der Jahresmitte bis November 2019 die Kurve kontinuierlich einem Abwärtstrend folgte, wechselte sie ab Dezember die Richtung und zeigt seither nach oben.


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