Magazin Landwirtschaft

USA :

Farmer-Einkommen auf Rekordniveau

Bisheriger Höchststand aus dem Jahr 2004 wird voraussichtlich übertroffen

USA: Farmer-Einkommen auf Rekordniveau

US-Farmer freuen sich über mehr Geld.

Die Landwirte in den Vereinigten Staaten profitieren kräftig von der Hausse an den Warenmärkten. Laut einer Prognose des Landwirtschaftsministeriums in Washington steigt das Nettoeinkommen der Farmer in dem Ende September abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2007 gegenüber dem Vorjahr um 28,1 Mrd. $ (20,61 Mrd. Euro) auf 87,1 Mrd. $ (63,90 Mrd. Euro). Das bisherige Rekordniveau aus dem Jahr 2004 von 85,9 Mrd. $ (63,01 Mrd. Euro) würde damit knapp übertroffen. Aufgrund der hervorragenden Erlöse der Landwirte wird die an Preisentwicklungen gekoppelte Agrarpolitik Washingtons erheblich billiger. Das Ministerium geht beispielsweise davon aus, dass für die bei schwachen Marktpreisen gewährten antizyklischen Zahlungen in diesem Wirtschaftsjahr nur noch 1,1 Mrd. $ (0,81 Mrd Euro) aufgewendet werden, nach 4,0 Mrd. $ (2,93 Mrd Euro) im Vorjahr. Lediglich für Erdnüsse und Baumwolle dürften antizyklische Zahlungen fällig werden. Dagegen gingen in den Wirtschaftsjahren 2004 und 2005 noch rund die Hälfte dieser Zahlungen in den mitt- lerweile boomenden Maissektor. Insgesamt dürften sich die Subventionen der Regierung in Washington laut der Schätzung des Ministeriums 2007 auf rund 13,6 Mrd. $ (9,98 Mrd. Euro) belaufen.

Tierproduktion und Ackerbau im Aufwind

Stark verbessert hat sich nach einer kleinen Delle Ende vergangenen Jahres sowohl die Lage für die Pflanzen- wie auch für die Tierproduzenten in den Vereinigten Staaten. Allerdings klettern die Futterkosten für die Tierhalter laut der Einkommensschätzung des Washingtoner Agrarressorts im Wirtschaftsjahr 2007 gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent. Gut ist die Erlössituation auch auf dem Milchmarkt. Die Milchpreiserhöhungen hätten höhere Futterkosten mehr als wettgemacht und die Produktion sei im zu Ende gegangenen Wirtschaftsjahr leicht gestiegen. Die American Farm Bureau Federation (AFBF) als größter Bauernverband in den Vereinigten Staaten betonte anlässlich der neuen Prognose des Ministeriums, nicht nur die Erlöse, sondern auch die Kosten der Farmer schössen in die Höhe. In den vergangenen vier Jahren seien die Ausgaben der Landwirte für Treibstoffe um 71 Prozent und für Düngemittel um 56 Prozent gestiegen. Im Unterschied zur Situation bei den Erlösen, die von Jahr zu Jahr starken Schwankungen unterworfen seien, habe man bei den Betriebsausgaben in den meisten Kategorien kontinuierliche Verteuerung feststellen müssen, so die AFBF. Trotz leicht gestiegener Preise im Einzelhandel gäben die Verbraucher zudem nur rund 10 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Nahrungsmittel aus. Das sei weniger als in allen anderen Ländern.


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