Magazin Landtechnik

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Uni Hohenheim erhält neue Professur in der Agrartechnik

Die neue Juniorprofessur „Künstliche Intelligenz in der Agrartechnik“ soll künftig an der Universität Hohenheim in Stuttgart die Forschung zur Digitalisierung vorantreiben.

: Uni Hohenheim erhält neue Professur in der Agrartechnik

Hightech auf dem Hof: Künstliche Intelligenz (KI) eröffnet auch im Agrarbereich viele Möglichkeiten – z.B. mit Drohnen.

Hohenheim ist eine von sieben Universitäten in Baden-Württemberg, die den Zuschlag für eine der insgesamt zehn neuen Professuren im Förderprogramm „Künstliche Intelligenz“ erhält. Sie ist ein Baustein zur Strategie der Universität Hohenheim, mit der sie den bisherigen Schwerpunkt „Bioökonomie“ um den Aspekt der „digitalen Transformation“ erweitert.

„Wir bündeln die Kräfte, um Baden-Württemberg zu einem noch stärkeren KI-Forschungsstandort zu machen. Mit den neuen Professuren bauen wir Kompetenz im ganzen Land auf. Ob Datenauswertung, Autonomes Fahren oder Smart Home, Industrie 4.0 oder Wissenschaft – Methoden der Künstlichen Intelligenz zu entwickeln und ihre Anwendungsmöglichkeiten zu erforschen, ist von größter Bedeutung für unsere Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft“, sagt Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

Auch in den Agrarwissenschaften kommt der Digitalisierung eine stetig wachsende Bedeutung zu. Zwei weitere neue Professuren sind an der Universität Hohenheim bereits in diesem Bereich vorgesehen: Die Professur für „Bioinformatik“, finanziert aus dem Ausbauprogramm Master 2016 des Landes, und die Professur für „Agrarinformatik“ aus dem Tenure-Track-Programm des Bundes.

Die Juniorprofessur „Künstliche Intelligenz in der Agrartechnik“ ergänzt diese beiden Professuren. Sie soll in dem sich gerade im Aufbau befindlichen Computational Science Lab (CSL) der Universität Hohenheim angesiedelt werden, was auch eine Vernetzung mit Arbeitsgruppen aus den Fakultäten Naturwissenschaften und Wirtschafts- und Sozialwissenschaften erlaubt.

Stützen wird die neue Professur zudem unter anderem die regionale Forschungsallianz „Ertragsstabilität in dynamischen Umwelten“ mit der Universität Tübingen und dem Max-Planck Institut für Entwicklungsbiologie Tübingen. Gestärkt werden laut Uni Hohenheim auch das internationale Graduiertenkolleg (IRTG) mit der China Agricultural University (CAU) Peking im Bereich „Anpassung von Mais-basierten Lebensmittel-, Futtermittel- und Energieproduktionssystemen an limitierte Phosphorressourcen“, sowie das Projekt „LaNdwirtschaft 4.0 Ohne chemisch-synthetischen PflanzenSchutz“ (NOcsPS) im Rahmen der Bundes-Initiative „Agrarsysteme der Zukunft“.


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