Magazin Landwirtschaft

Umweltschutz :

Rasche Einarbeitung der Gülle wird zur Routine

Fortschritte bei umweltgerechter Ausbringung von Gülle, Gärresten und Mist – Trend geht in den nächsten Jahren weiter

Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht Fortschritte in der umweltgerechten Ausbringung von Gülle, Gärresten und Mist, vor allem bei der zügigen Einarbeitung in den Boden, wodurch Emissionen der Stickstoffverbindung Ammoniak erheblich gesenkt würden.

Von 2010 bis 2015, also innerhalb von fünf Jahren, hätten die Landwirte ihre Arbeitsweise bei der Gülledüngung deutlich verändert und den umweltpolitischen Erkenntnissen angepasst, erklärte der Bauernverband zum Jahreswechsel unter Hinweis auf Zahlen der Agrarstrukturerhebung.

Demnach seien im Jahr 2015 mehr als 70 % der Gülle sofort oder innerhalb einer Stunde eingearbeitet worden; gegenüber 2010 sei das eine Verdopplung. Die Bauern hätten 29 % der Gülle unmittelbar eingearbeitet beziehungsweise 42 % innerhalb einer Stunde.

Im Gegenzug dazu habe sich im Betrachtungszeitraum die Menge, deren Einarbeitung länger als eine Stunde benötige, halbiert, und zwar von 65 % auf 29 %, berichtete der DBV. Mist sei nach dem letzten Stand zu 66 % binnen vier Stunden eingearbeitet worden.

Der Bauernverband rechnet damit, dass dieser Trend der Emissionsminderung in den kommenden Jahren weitergeht.


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