Magazin Landtechnik

Trelleborg :

Empfohlenen Reifendruck von der Kabine aus einstellen

Gemeinsam mit Dana hat Trelleborg Wheel Systems die integrierte, intelligente Reifendruckregelanlage CTIS+ Inside entwickelt. Jetzt arbeitet der Hersteller an einer Nachrüstlösung.

Trelleborg: Empfohlenen Reifendruck von der Kabine aus einstellen

Ausgeklügelte Konstruktion: Der Drehverteiler verhindert mit seiner Gleitring-Dichtung den Luftaustritt zwischen den statischen und beweglichen Elementen. Das Felgenventil verhindert ebenfalls Undichtigkeit.

Trelleborg Wheel Systems hat auf der Agritechnica das neue, gemeinsam mit dem Achsenhersteller Dana entwickelte System Trelleborg CTIS+ Inside vorgestellt. Das System ist eine vollständig integrierte, zentrale Reifendruckregelanlage und soll zunächst als Erstausrüstung in den Markt eingeführt werden. Damit kann der Traktorfahrer den Reifeninnendruck direkt von der Kabine aus auf den Druck einstellen, der von der Software des Trelleborg Last-Calculator (TLC) empfohlen wird.
Das neue System geht deutlich über die Funktionen bisheriger auf dem Markt erhältlicher Reifendruckregelanlagen hinaus.

Während der Luftdruckerhöhung sendet der TLC-Algorithmus Anweisungen an die mechatronische Steuerung (MCU) von Dana Incorporated, die durch einen Trelleborg Drehverteiler an jeder Felgeninnenseite unabhängig die Verteilung des Reifendrucks für jedes Rad regelt. Der Drehverteiler verhindert mit seiner bei Trelleborg hausintern entwickelten Gleitring-Dichtung einen Luftaustritt zwischen den statischen und beweglichen Elementen. Zuletzt erreicht die Luft die Reifenkammer durch das von Dana entwickelte Felgenventil, das ebenfalls die Undichtigkeit im Betrieb verhindern soll. Beim Luftablassen steuern die TLC Software und die MCU das Felgenventil so, dass der Reifeninnendruck auf die empfohlenen Werte sinkt. Laut Trelleborg kann der Einsatz von CTIS+ dazu beitragen, variable Kosten für Kraftstoff und Arbeitszeit um bis zu 20 % zu verringern.

Trelleborg arbeitet bereits eng mit führenden Traktorherstellern zusammen, um das neue System bei der Bestellung neuer Traktoren anbieten zu können. Die Lösung soll bis Ende 2020 verfügbar sein. In einer zweiten Phase soll die Lösung dann auch als Nachrüstsatz auf dem Zubehörmarkt angeboten werden.


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