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Traktorenmarkt Österreich 2018 :

Erhebliche Marktschrumpfung

Traktorenmarkt Österreich 2018: Erhebliche Marktschrumpfung

Was sich bereits seit Jahresmitte abzeichnete, steht nun fest: Die Neuzulassungen von Landwirtschaftstraktoren sanken laut „Statistik Austria“ in Österreich 2018 erheblich gegenüber dem Vorjahr um 1.142 Einheiten oder 22,43 % auf 3.950 Stück und damit erstmals unter 4.000 Registrierungen. Stückzahlmäßig konnte sich einzig John Deere (stark) verbessern, aber das vor allem auf Grund des früheren „Absturzes“ 2017 und 2016. Deutliche Marktanteilsgewinne waren auch Steyr, New Holland und Fendt beschieden. Überdurchschnittlich verloren haben Linder und Massey Ferguson.

Weniger Neuanmeldungen gab es auch bei den Obst- und Weinbautraktoren. 2018 wurden davon 390 Stück registriert. Im Jahr zuvor waren es 511, also ein Verlust von 121 Einheiten bzw. 23,68 %. Marktführer waren 2018 Carraro (32,56 % Marktanteil), Fendt (17,18 %) und New Holland (9,23 %).

Geschrumpft ist auch der Kommunaltraktorenmarkt. Hier wurden 408 Neumaschinenanmeldungen registriert. 2017 waren es noch 616 Stück. Das bedeutet ein Minus von 208 Stück oder 33,76 %. Es dominierten vor allem Kubota (21,57 %), John Deere (18,87 %), Iseki (12,75 %), Mercedes (10,29 %) und Solis (10,05 %).

Ein Mehrabsatz wurde lediglich bei den „sonstigen Zugmaschinen“ verzeichnet. Im Jahre 2018 wurden 561 Neumaschinen zugelassen. Im Jahr davor waren es nur 294 Stück. Das bedeutet eine Steigerung um 267 Stück bzw. 90,82 %. Den Markt teilten sich im Wesentlichen CAN-AM (44,39 %), Polaris (26,92 %) und Arctic (10,52 %).

Bei den Zweiachsmähern meldete die Statistik ebenfalls Rückschläge. So wurden 2018 nur 114 Neumaschinen angemeldet gegenüber 209 im Jahre 2017. Rückgang: 95 Einheiten bzw. 45 %. Die Marktführer waren wieder Reform mit 57,89 % und AEBI mit 26,32 % Marktanteil.

Geringer fielen dagegen die Einbußen bei den Mähdreschern aus. An neuen Mähdreschern wurden im Vorjahr in der Alpenrepublik 105 Stück zugelassen. 2017 waren es 120 Stück. Demnach betrug der Rückgang 15 Stück bzw. 12,50 %. Die Marktführer waren Claas (50 Stück), New Holland (25) und Case (15).

Wieder stärker war der Rückgang bei den „sonstigen selbstfahrenden Erntemaschinen“. Hier wurden 32 Neumaschinen zugelassen gegenüber 49 im Jahr 2017. Schrumpfung 17 Stück oder 34,69 %. Unter den neu in Dienst gestellten Erntemaschinen befanden sich im Vorjahr neun Claas- und drei John Deere-Häcksler, fünf Ero- und drei New Holland-Traubenvollernter sowie drei Ropa-Rübenvollernter.

 

 


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