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Technikexperten in der Beratung

Interessante Tätigkeiten für Agrar-Hochschulabsolventen bietet die Landwirtschaftskammer Niedersachsen im Fachbereich Energie, Bauen, Technik. Ihre Berater arbeiten nicht nur in der Zentrale am Schreibtisch, sondern sind auch viel auf den Höfen und bei überregionalen Fachveranstaltungen unterwegs.

: Technikexperten in der Beratung

Die Berater der Landwirtschaftskammer unterstützen Landwirte bei Investitionsentscheidungen.

Ein Landwirt will einen neuen Traktor kaufen. Der Milchviehhalter braucht einen Allrounder für Hof und Feld. Er hat sich schon bei mehreren Händlern über Modelle informiert, hätte jetzt aber gern eine herstellerneutrale, kompetente Beratung über Vor- und Nachteile der einzelnen Modelle, die richtige Größe und seine Ausstattung. „Für so einen Fall sind unsere Berater mit ihrer Fachkompetenz gefragt“, sagt Dr. Harm Drücker, Leiter des Fachbereichs Energie, Bauen, Technik bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Oldenburg. Der Fachbereich sucht derzeit Bewerber für verschiedene Aufgaben, z.B. einen Bauberater für den Bereich Schweinehaltung.

Spezialisierte Berater

Die Mitarbeiter im Fachbereich sind spezialisierte Berater, die sich mit den Themen erneuerbare Energien, Technik der Innen- und Außenwirtschaft sowie Bauen in der Landwirtschaft auskennen müssen. „Unsere Kunden sind die Landwirte, die heute selbst sehr gut ausgebildet sind – oft auch schon mit Studium. Da die Berater ihnen als Dienstleister zusätzliches Wissen vermitteln sollen, müssen sie sehr gute Fachkenntnisse haben“, erklärt Drücker.

Die Fragen, die ihnen auf den Höfen begegnen, sind vielfältig, wie folgende Beispiele zeigen:

■ Welcher Traktor ist der richtige für meinen Betrieb?

■ Lohnt sich auch jetzt noch der Einstieg in die Bereiche Biogas oder Photovoltaik?

■ Welche neuen baulichen Anforderungen kommen in der Sauenhaltung auf mich zu und wie kann ich sie am besten umsetzen?

Praktische Erfahrungen sind gern gesehen

Daher sollten die Bewerber ein landwirtschaftliches Studium sowie auch bestenfalls praktische Erfahrung mitbringen. „Das Verständnis für die Landwirtschaft ist sehr wichtig. Daher sehen wir es sehr gern, wenn die Bewerber eine landwirtschaftliche Ausbildung vor dem Studium absolviert haben. Alle anderen Kenntnisse und Fähigkeiten können sie auch bei uns vertiefen“, sagt der Fachbereichsleiter.

Die Tätigkeit findet zu einem großen Teil auch am Schreibtisch statt: Telefonate, Auswertungen, Recherche. In diesem Fall ist der Arbeitsplatz die Kammerzentrale in Oldenburg (Niedersachsen). Aber die Berater sind natürlich auch häufig auf den Höfen, um mit den Landwirten zu sprechen. Oder sie halten Vorträge vor Landwirten oder anderen Interessierten. „Wir organisieren auch Veranstaltungen wie Maschinenvorführungen mit meistens mehr als tausend Besuchern“, ergänzt Drücker.

Vorführungen zeigen neue Technologien und Verfahren.

Vorführungen zeigen neue Technologien und Verfahren.

Austausch mit anderen Experten bundesweit

Zudem sind die Mitarbeiter in verschiedenen Gremien, Prüfungskommissionen und Arbeitskreisen bundesweit vertreten und sind bei deren Treffen präsent. Weiterhin informieren sie sich regelmäßig auf überregionalen Tagungen, Messen und anderen Veranstaltungen zu neuen Entwicklungen, Technologien und Rahmenbedingungen. „Die Vernetzung und ein Informationsaustausch mit anderen Experten ist sehr wichtig. Auch darum ist die Tätigkeit sehr vielseitig und abwechslungsreich“, betont Drücker.

Auch sonst präsentiert sich der Arbeitgeber als modern aufgestellt mit Gleitzeitregelung, der Möglichkeit des mobilen Arbeitens und vielfältigen Fort- und Weiterbildungsangeboten. Insgesamt hat die Landwirtschaftskammer Niedersachsen rund 2.400 Mitarbeiter in verschiedenen Dienststellen im ganzen Bundesland. Das ermöglicht grundsätzlich auch gute Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Hauses.


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