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Steyr :

Schweizer Taschenmesser made in Austria

Verbesserter Multi kommt in drei Motorvarianten 99 bis 114 PS – Anfang 2017 auf dem Markt

Steyr: Schweizer Taschenmesser made in Austria

Für den Gemischtbetrieb konstruiert: Der Steyr-Multi.

Oberhalb der hochgezogenen Frontscheibe schließt gleich das Dachfenster an.

Oberhalb der hochgezogenen Frontscheibe schließt gleich das Dachfenster an.

Die 10.000 Traktoren des letzten Jahres werde man in 2016 nicht erreichen, so die Antwort von Christian Huber auf die Frage nach dem Geschäftsverlauf im österreichischem Case IH- und Steyr-Werk St.Valentin. Als Vice President Global Product Management verantwortet Huber das gesamte Case IH und Steyr Traktorenportfolio und damit auch die kürzlich vorgestellte neue Baureihe des Steyr Multi. Die erstmalig 2012 vorgestellten Traktoren sind für die vielseitige Nutzung für den Gemischbetrieb ausgelegt. Die hochgezogene Frontscheibe und das breite Dachfenster erleichtern die Arbeit mit dem werkseitig von Hydrac ausgerüsteten Frontlader.

Der Multi 4095 leistet 99 PS (nach ECE R120, d.h. ohne Kühler und Lüfter) und ein maximales Drehmoment von 407 Nm, der Multi 4105 bringt 107 PS und 444 Nm und der Multi 4115 holt 114 PS und 457 Nm aus jeweils 3,4 l Hubraum und vier Zylindern. Alle Motoren sind mit Turbolader und Ladeluftkühlung ausgestattet und verfügen über Common-Rail Direkteinspritzung. Das Getriebe hat vier Hauptgänge mit vier Lastschaltgruppen, welche im Transport-Modus automatisch geschaltet werden. Die Anpassung der Lastschaltstufen erfolgt in jedem Modus automatisch (Gear matching). Mit Ecotronik lassen sich die Schaltpunkte des automatischen Lastschaltgetriebes zwischen 1.000 und 2.000 U/min einstellen. Im Power-Modus für harte Arbeit schaltet die Automatik spät hoch und früh runter. Umgekehrt agiert der Eco-Modus für leichte Arbeit. Dazwischen lassen sich die Schaltpunkte beliebig an die gestellten Aufgaben anpassen.

Bei der Hydraulik haben Kunden die Wahl zwischen Axialkolben-Hydraulikpumpe (CCLS) mit einer Förderleistung von 80 l/min und bis zu 5 mechanischen Steuergeräten oder einer Axialkolben-Hydraulikpumpe (CCLS) mit einer Förderleistung bis zu 100 l/min sowie zwei mechanischen und bis zu vier elektronischen Steuergeräten. Optional ist auch das Fronthubwerk mit elektronischer Regelung (EFH) erhältlich. Vorteil der EFH ist die elektronische Frontgeräteentlastung, womit der Fahrer den Auflagedruck des Frontgerätes einstellen kann. Durch einen Drucksensor passt die EFH das Frontgerät ans Gelände an. Die Hubleistung des hinteren Hubwerks wurde verbessert und beträgt beim neuen Multi maximal 5.600 kg.

Durch die von unten bis oben durchlaufenden Scheiben und das zusätzliche Dachsichtfenster mit Sonnenschutz ist auch vertikal eine sehr gute Sicht gegeben.

Die Armlehne kann hochgeklappt werden, damit der Fahrer auch auf der rechten Seite bequem aussteigen kann. Neben Multicontroller und Frontlader-Joystick befinden sich auch die Regler für die Lastschaltpunkte und der dreistufige Schalter für die Shuttle-Aggressivität auf der Armlehne.

Eine neue gefederte Vorderachse sorgt auch für Fahrkomfort bei Transportarbeiten. Vorne können 28-Zoll-Reifen montiert werden. Der Wenderadius beträgt 4,05 m. Das höchstzulässige Gesamtgewicht wurde auf 8 t erhöht. Auch die Kabine gibt es wahlweise mit Federung – die Höhe des Traktors bleibt trotz der Federung gleich. Alle Modelle können Monitor-ready bestellt werden und so mit ISOBUS II bestückt werden.

Der neue Multi soll im ersten Quartal 2017 marktverfügbar sein.

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