Magazin Wirtschaft

Steuertipp :

Muss auf Eins die Zwei folgen?

Keine Pflicht zu fortlaufenden Rechnungsnummern

Verwendet ein Unternehmer keine lückenlos fortlaufenden Rechnungsnummern, so berechtigt dies allein das Finanzamt nicht zur Erhöhung des Gewinns durch Schätzung eines Unsicherheitszuschlags.

Im Urteilsfall verwendete ein Steuerzahler erst auf seinen elektronischen Rechnungen ausschließlich Buchungsnummern, die computergesteuert durch eine Kombination aus Verantstaltungsnummer, Geburtsdatum des Kunden und Rechnungsdatum erzeugt wurden. Damit wurde jede Buchungsnummer zwar nur einmalig vergeben, die Nummern bauten aber nicht nummerisch aufeinander auf. Nach Meinung des Finanzamts lag hierin ein schwerwiegender Mangel der Buchführung, der eine Gewinnerhöhung durch einen Unsicherheitszuschlag rechtfertigte.

Dieser Auffassung folgte das Finanzgericht Köln nicht und machte die Gewinnerhöhung durch das Finanzamt rückgängig. Nach Ansicht des Gerichts besteht weder eine gesetzliche, noch eine aus der Rechtsprechung herleitbare Pflicht zur Vergabe einer Rechnungsnummer nach einem bestimmten lückenlosen nummerischen System.

Urteil des Finanzgerichts Köln vom 7. Dezember 2017, Aktenzeichen 15 K 1122/16.


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