Community – oder wenn Nachbarn zu Fans werden

Eine gute Community stärkt Dir auch in schlechten Zeiten den Rücken, daher sollte man sich um seine eigene gut kümmern. Aber was ist eine Community überhaupt und was bringt sie Dir?

Social Media Werkstatt – Teil 4: Community – oder wenn Nachbarn zu Fans werden

Eine gute Community kann auch aus einem kleinen Kreis von fünf bis zehn aktiven Followern bestehen, die Beiträge liken, kommentieren oder selber verbreiten.

Social Media Werkstatt – Teil 4: Community – oder wenn Nachbarn zu Fans werden

Gerade am Anfang muss man etwas Geduld haben. Nur weil das Unternehmen jetzt einen Social Media Account hat, bedeutet das noch lange nicht, dass einem die Fans nur so zufliegen. Eine Community aufzubauen und diese dann auch zu pflegen, ist daher essentiell.

Was ist eine Community überhaupt?

Eine Community besteht aus einzelnen Profilen, die Dir folgen. Die Privatpersonen oder auch Unternehmen sind interessiert an Deinem Unternehmen und den Informationen, die Du ihnen zur Verfügung stellst. Dabei gibt es Nutzer, die ganz still und leise folgen. Sie lesen zwar die Inhalte, äußern sich aber nicht und lassen nur ab und zu ein „Gefällt mir“ da. Eine starke Community besteht aus vielen Nutzern, die eine starke Bindung zu Deinem Profil haben. Sie stärken Dir den Rücken, klicken „Gefällt mir“ bei Deinen Bildern, kommentieren unter Beiträgen und schreiben Dir gegebenenfalls auch Privatnachrichten. Der Vorteil einer starken Community ist, dass sie Dir zum Beispiel bei einem sogenannten „Shitstorm“ (das lawinenartige Auftreten negativer Kritik bis hin zur Schmähkritik im Rahmen von sozialen Netzwerken, Blogs oder Kommentarfunktionen von Internetseiten) helfen. Sie teilen Deine Position und verteidigen diese auch gegenüber anderen. Dabei muss diese Community gar nicht wahnsinnig groß sein, es reicht schon ein harter Kern von fünf bis zehn Personen. Der Vorteil ist auch, dass man bei den Nutzern, mit denen man im regelmäßigen Austausch steht, immer ganz oben und als erstes in der Liste an neuen Inhalten angezeigt wird. Diese Nutzer sehen dann beispielsweise Deine neuesten Angebote und stellen auch direkt Fragen zu den Maschinen.

Der Weg zur Community

Der Zusammenhalt in den sozialen Medien ist also wichtig, aber wie baue ich die starke Community auf? Pflege einen guten Kontakt zu anderen Profilen und unterstützt Euch gegenseitig. Kommentiere und like bei anderen Profilen, die Deine Interessen teilen oder Kunden sind. Grundsätzlich gilt dabei: mache das bei anderen, was du dir von Deinen Followern wünschst. So schaffst Du eine Bindung, die Du kontinuierlich aufrechterhalten solltest.

Um die Gruppe Deiner Follower zu erweitern, kannst Du nach weiteren Profilen suchen, die gleiche Interessen oder Themen haben wie Dein eigenes Unternehmen. Dafür kannst Du beispielsweise die Suchfunktion nach Hashtags nutzen. Das ist eine Art Schlagwortsuche, bei der Du nach Begriffen suchen kannst, die zu Dir oder zum Unternehmen passen. Oder schaue bei befreundeten Profilen auf die Seite. Kommentiere, like und folge diesen Profilen. Daraus entstehen schnell neue Kontakte. Aber Achtung! Dein Austausch sollte immer aufrichtig und freundlich sein. Wer einen Kommentar kopiert und bei mehreren Profilen wiederholt, macht sich keine Freunde. Nimm Dir die Zeit für individuelle Antworten, es wird sich lohnen. Das ist zwar erst einmal Arbeit, aber diese macht sich bezahlt!

Gerade bei Facebook lassen sich sehr komfortabel neue Profile finden. In den dort bestehenden Gruppen tummeln sich die Mitglieder mit gleichen Interessen und können dort gebündelt angesprochen werden. Und werde Mitglied in Deinen Ortsgruppen – dort gibt es oft einige. Hier kannst Du zum Beipiel mitteilen, welche neuen Maschinen eingetroffen sind, ob sich die Öffnungszeiten ändern oder ob Du ein Event geplant hast.

Bitte recht freundlich

Was ist, wenn ein Beitrag mal kontrovers diskutiert wird? Gerade bei dem Thema Landwirtschaft scheiden sich die Geister und bestimmte Themen können durchaus mal zu einer angeregten Diskussion führen. Habt Ihr eine starke Community, werden gerade kritische Inhalte häufig direkt von dieser aufgenommen und beantwortet. Behalte diese Themen dennoch im Blick und antworte auf jeden Kommentar. Ausnahme: Es ergibt einfach keinen Sinn, weiterzudiskutieren. Dann ist es auch legitim, einzelne Kommentare zu löschen. Es gibt bei den Portalen auch die Möglichkeit, neben allgemeinen Kraftausdrücken auch einzelne Wörter komplett zu sperren. Diese Möglichkeit findest Du bei Facebook und Instagram über den Menüpunkt Einstellung/Seitenmoderation. Für den Absender sieht es dann so aus, als ob er den Kommentar gepostet hat, aber weder Euch noch der Community wird dieser angezeigt. Macht Euch vorab Gedanken, ob dies für Euch wirklich sinnvoll ist.

Klappern gehört zum Handwerk

Erzähle auch außerhalb der Social-Media Welt, was Du tust. Integriere die Verlinkung zu Facebook, Instagram und Co. auf Deiner Website, Deinem Newsletter, Deinem Email-Abbinder. Weise zum Beispiel daraufhin, dass es auf diesen Kanälen ein besonderes Angebot, einen Praxisbericht oder einen Werkstatttipp exklusiv gibt und vergrößere damit Deine Followerzahl.


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