SAPOS-Navigationsdienst - Jetzt auch im Saarland

Für Zwecke der Landwirtschaft angepasster Datenstrom eingerichtet

Landwirte im Saarland können bei der Steuerung ihrer Landtechnik jetzt auf die hochpräzisen Navigationsdaten des amtlichen Satellitenpositionierungsdienstes (SAPOS) der deutschen Landesvermessung zurückgreifen. Nach Angaben des auch für die Landwirtschaft zuständigen Saarbrücker Umweltministeriums wurde ein auf die Belange der Landwirtschaft angepasster SAPOS-Datenstrom eingerichtet, der gegen eine Jahresgebühr von 150 Euro allen landwirtschaftlichen Betrieben zur Verfügung stehen wird.

„Satellitengestützte Maschinensteuerung macht die Bewirtschaftung von Flächen einfacher, präziser und ermöglicht einen effizienten Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln“, erklärte jetzt Ressortchef Reinhold Jost. Die Vorteile für die Anwendung liegen nach seiner Darstellung auf der Hand: Mit ihr seien vollständig aufeinander abgestimmte Prozesse ohne Rüstzeiten und ohne mehrfache Feldüberfahrten möglich, die die Böden und die Umwelt entlasteten und Zeit sowie Betriebsmittel sparten. „Rentabilität und nachhaltige Ressourcenschonung lassen sich so gut miteinander vereinen“, betonte Jost.

Laut seines Ministeriums wurde der SAPOS-Dienst bereits vor fast drei Jahren für die Landwirtschaft freigeschaltet und im Rahmen eines Pilotprojekts zur autonomen Steuerung ihrer Traktoren und Landmaschinen getestet. Resonanz und Interesse am „Preci- sion Farming“ seien groß gewesen und könnten nun in die breite Anwendung gehen. Die Anmeldung für den Dienst „SAPOS in der Landwirtschaft“ ist unter „www.saarland.de/lvgl/DE/themen-aufgaben/themen/grundlagen/sapos/Sapos_Landwirtschaft/sapos_land_node.html“ möglich.

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