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SaMASZ :

Nagelneues Werk startet den Betrieb

Für 25 Mio. Euro entstand auf der grünen Wiese ein modernes Produktionswerk – 750 Mitarbeiter erwirtschafteten im vergangenen Jahr 35 Mio. Euro Umsatz

SaMASZ: Nagelneues Werk startet den Betrieb

Die Baukosten des neuen Werks (hier noch als Zeichnung) der Firma SaMASZ erreichten 25 Mio. Euro.

Antoni Stolarski, SaMASZ-Gründer und Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft, begrüßte die Gäste bei der feierlichen Einweihung.

Antoni Stolarski, SaMASZ-Gründer und Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft, begrüßte die Gäste bei der feierlichen Einweihung.

Die Firma SaMASZ eröffnete nun offiziell ihr neues Werk. Um aus dem ehemaligen Werk in Białystok in das neue, rund 20 km entfernte Zabłudów umzuziehen, war die größte Investition in der Geschichte des 1984 gegründeten und sich dynamisch entwickelnden Unternehmens notwendig. Auf der grünen Wiese entstand für 25 Mio. Euro ein modernes Produktionswerk, mit dem der Jahresaustoß an Futterernte- und Kommunalmaschinen deutlich steigen soll. Das Unternehmen baut Trommel- und Scheibenmäher, Zetter, Schwader und Futtermischwagen. Hinzu kommen auch Kommunalmaschinen, wie Schlegelmulcher, Kehrmaschinen und Schneepflüge.

An dem neuen Werk in der Region Podlachien baute man rund 16 Monate. Der Umzug lief von Dezember 2017 bis Februar 2018. Am 13. April startete mit offiziellen Vertretern von woiwodschaftlichen und lokalen Behörden, Kunden und Vertriebspartnern aus dem In- und Ausland die feierliche Eröffnung mit dem traditionellen Durchschneiden des Bandes und Weihung des Gebäudes.

Die Höhe der Investition, samt der Produktionseinrichtungen, die mit den Büroflächen eine Fläche von ca. 3,8 Hektar einnehmen, betrug 25 Mio. Euro. Neben dem neuen Werk entstand ein modernes Forschungs- und Entwicklungszentrum mit 25 Konstrukteuren, dem in der Nachbarschaft gelegene Testfelder zur Verfügung stehen. Mit der Eröffnung startet eine vollautomatisierte KTL-Lackierlinie mit zwölf Wannen für 3 Mio. Euro sowie eine Kabine zur Pulverbeschichtung den Betrieb. Die Montagelinien sind nach Vorgaben des Lean Manufacturing installiert.

Seit 2015 praktiziert SaMASZ das Produktionsmanagementsystem auf Basis der Kai Zen Philosophie. Die Investition umfasst eine Fläche von 13 ha in der Sonderwirtschaftszone. Es steht noch eine Reserve im gleichen Umfang für die weitere Entwicklung der Firma zur Verfügung. „Noch in diesem Jahr wollen wir rund drei Millionen Euro in die Ausstattung des Werks investieren, in dem derzeit 750 Mitarbeiter beschäftigt sind“, betonte Antoni Stolarski, SaMASZ Gründer und Vorstandsvorsitzender bei der offiziellen Eröffnung. „Die Idee war, unser Werk so zu bauen, dass eine Erweiterung möglichst einfach ist. Jedes Schiff mit einer Länge von 96 m und einer Breite von 18 m kann je nach Bedarf verlängert werden.” Aktuell werden Laserschneider installiert, die mit dem automatisierten Blechlager verknüpft sind. Neue Schweißroboter und CNC-Zentren sind geplant, ergänzte Leszek Szulc, SaMASZ Direktor Technik und Produktion. 3.400 m2 stehen für 70 Schweißstationen zur Verfügung.

Aussichtsreicher Export

Die SaMASZ Umsätze erreichten 2017 35 Mio. Euro, auf den Export entfielen dabei 64 Prozent. Exportschlager ist die Mähkombination GigaCut, die eine Flächenleistung von zwölf Hektar in der Stunde erreicht. „Innerhalb der letzten paar Jahre stieg SaMASZ zu einer Premium-Marke im Segment Futtererntemaschinen auf. Wir konkurrieren mit den größten Spielern in diesem Marktsegment. Wir produzieren ca. 8.000 Maschinen im Jahr, mehr als 300 Maschinenmodelle für Grünfutterernte, Kommunal- und Winterdienstarbeiten. Wir sind jeweils der größte inländische Hersteller in diesen Maschinengruppen”, betonte Karol Wdziękoński, SaMASZ Direktor Vertrieb und Marketing.

SaMASZ beschäftigt 750 Menschen. Das Werk ist hochautomatisiert. ...

SaMASZ beschäftigt 750 Menschen. Das Werk ist hochautomatisiert. ...

...  Es liegt ca. 200 km nordöstlich von Warschau.

... Es liegt ca. 200 km nordöstlich von Warschau.

Die grünen oder orangen SaMASZ Maschinen werden derzeit in mehr als 60 Ländern weltweit verkauft. Der Vertrieb läuft u.a. über Vertriebspartner sowie zwei eigene Gesellschaften – SaMASZ RU auf dem russischen Markt und auf dem nordamerikanischen Kontinent SaMASZ North America. Die wichtigsten Vertriebsmärkte im Ausland sind Deutschland, Russland, USA und Finnland. In Deutschland vertreibt Saphir aus der Fricke Gruppe das Fabrikat.

SaMASZ ist auch im OEM Bereich als Zulieferer aktiv: Für die italienische Maschio Gaspardo Gruppe baut man Futtererntemaschinen, McHale bekommt wichtige Mähwerkskomponenten geliefert.

SaMASZ verkauft in mehr als 60 Ländern weltweit. Im Jahr 2017 erreichte der Umsatz 35 Mio. Euro.

SaMASZ verkauft in mehr als 60 Ländern weltweit. Im Jahr 2017 erreichte der Umsatz 35 Mio. Euro.

Direkt neben dem Werk liegen Testflächen.

Direkt neben dem Werk liegen Testflächen.


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