Rolls-Royce Power Systems hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum erzielt. Die zum britischen Rolls-Royce-Konzern gehörende Division mit ihrer Marke mtu verzeichnete einen Umsatzanstieg um 20 % auf umgerechnet 2,4 Mrd. Euro (2,0 Mrd. Pfund). Das bereinigte Betriebsergebnis stieg im gleichen Zeitraum um 89 % auf 371 Mio. Euro. Nach Unternehmensangaben trugen insbesondere die anhaltend hohe Nachfrage im Bereich Energieversorgung – insbesondere durch Betreiber von Rechenzentren – sowie das Behördengeschäft mit militärischen und zivilen Anwendungen wesentlich zur positiven Entwicklung bei.
Der Auftragsbestand beim Neugeschäft belief sich im ersten Halbjahr auf 3,5 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 32 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders ausgeprägt war die Entwicklung im Bereich Energieversorgung, der mit einem Zuwachs von 68 % hervorstach. Die Auftragslage erlaubt für das laufende Jahr bereits eine vollständige Auslastung, für das Jahr 2026 liegt die Auftragsdeckung bei 43 %. Das Book-to-Bill-Verhältnis wird mit 1,4 angegeben. Der Cashflow belief sich auf 505 Mio. Euro gegenüber 142 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Rolls-Royce Power Systems investiert nach eigenen Angaben gezielt in neue Produkte und Kapazitäten. Eine neue mtu-Motorenplattform soll ab 2028 verfügbar sein. Parallel dazu werden die Motoren für militärische Landfahrzeuge für eine höhere Leistungsdichte weiterentwickelt. Investitionen fließen auch in den Ausbau der Werke in Aiken und Mankato (USA) sowie in chinesische Standorte. In Friedrichshafen ist bis Mitte 2026 die Inbetriebnahme einer neuen Montagelinie geplant. Mit dem Ausbau steigt auch der Personalbedarf – unter anderem an den Standorten in Deutschland und den USA.















