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Zinssenkung reicht nicht

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Niedrigere Zinsen werden den Investitionsstau „nur zum Teil“ auflösen.

Auch bei einer Zinssenkung rechnet die Landwirtschaftliche Rentenbank nicht mit einer deutlichen Belebung der Investitionen im Agrarbereich. Der Investitionsstau werde sich „nur zum Teil auflösen, wenn die Zinsen sinken“, erklärte die Vorstandssprecherin der Rentenbank, Nikola Steinbock, am 23. April in Frankfurt. Das wäre auch zu einfach. Erforderlich für eine wieder deutliche Zunahme der Investionen durch die landwirtschaftlichen Betriebe sind laut Steinbock stabile beziehungsweise bessere Rahmenbedingungen. Diese lassen sich ihren Worten zufolge auch mit den Förderbedingungen der Bank nicht ersetzen.

Dabei ist es Steinbock zufolge wichtiger denn je, dass die landwirtschaftlichen Betriebe in ihre Zukunft und Resilienz investieren. Anhand der Fördergeschäftszahlen „sehen wir jedoch das Gegenteil: eine massive Investitionszurückhaltung“, so die Bankerin. Das liege vor allem an der Verunsicherung in der Branche, wie die Umfrageergebnisse des Agrarbarometers zeigten. Im Jahr 2023 war, wie die Rentenbank schon Ende Januar berichtet hatte, das Förderneugeschäft in der Sparte „Landwirtschaft“ um 21,1 Prozent auf 1,579 Mrd. Euro gesunken. Insgesamt hatte der Umfang der Programmkredite um 13,6 Prozent auf knapp 5,95 Mrd. Euro abgenommen.

Auch in das Berichtsjahr 2024 ist die Rentenbank nach Angaben von Steinbock „verhalten“ gestartet. Das gesamte Förderneugeschäft lag im ersten Quartal bei 694 Mio. Euro, was im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresviertel einen Rückgang um 60 Prozent bedeutete. „Wir sehen, dass kräftig investiert werden muss - egal, ob in den Umbau der Tierhaltung, in den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energie, in Klimaschutz oder in Biodiversität. Und es gibt viele Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft, die investieren wollen“, so die Bankerin. Das zeigten persönliche Gespräche und das Agrarbarometer.


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